Zucker-Debatte bei 'Hart aber fair': Hirschhausen attackiert ARD-Kollegen wegen gefährlicher Abnehmspritzen
Hirschhausen attackiert ARD-Kollegen bei Zucker-Debatte

Zucker-Debatte bei 'Hart aber fair' eskaliert: Hirschhausen greift ARD-Kollegen an

Die politische Talkshow „Hart aber fair“ unter der Moderation von Louis Klamroth (36) entwickelte sich am Montagabend zu einer emotional aufgeladenen Auseinandersetzung. Das Thema „Zuckersteuer und Abnehmspritze – wird unser Leben so gesünder?“ entfachte nicht nur eine grundsätzliche Debatte über staatliche Gesundheitspolitik, sondern brachte auch interne Konflikte innerhalb der ARD ans Licht.

Hirschhausens zorniger Angriff auf ARD-Kollegen

ARD-Moderator und Arzt Eckart von Hirschhausen (58) richtete seinen Unmut plötzlich gegen seine eigenen Kolleginnen und Kollegen in den ARD-Gesundheitsredaktionen. Auslöser war die Diskussion über gefährliche Online-Bestellungen von Abnehmspritzen. „Menschen gehen ins Internet und bestellen Abnehmspritzen. Ich kann jeden nur eindringlich warnen. Man weiß überhaupt nicht, was da drin ist. Das ist lebensgefährlich!“, erklärte von Hirschhausen mit deutlicher Empörung in der Stimme.

Sein Vorwurf traf insbesondere jene ARD-Mitarbeiter, die für Gesundheitsthemen verantwortlich sind. Der Moderator berichtete von einem massiven Problem mit Fake News: „Mich gibt es ein Mal. Im Netz gibt es mich 2000 Mal, mit lauter Fakes, wo ich Abnehmpulver, Potenzmittel, Herzkreislaufmittel verkaufe. Und Menschen in ihrer Verzweiflung fallen darauf herein.“ Als Konsequenz plant von Hirschhausen nun eine eigene Sendung gegen diese betrügerischen Praktiken, die das Vertrauen in öffentlich-rechtliche Medien untergraben.

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Lauterbach gegen Büttner: Der Streit um staatliche Bevormundung

Bereits vor Hirschhausens Ausbruch hatte sich ein scharfes Wortgefecht zwischen Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (63, SPD) und FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner (41) entwickelt. Moderator Klamroth konfrontierte Lauterbach mit der Frage, warum er den Menschen zwar informierte Wahlentscheidungen zutraue, aber nicht die eigenverantwortliche Entscheidung über ihren Zuckerkonsum.

Lauterbach verteidigte seine Position mit Verweis auf die sozialen Ungleichheiten: „Wir haben riesige Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen Reich und Arm. Da müssen wir etwas tun. Wir legen die Steuer etwas höher bei den Dingen, von denen wir wissen, die machen die Menschen krank: Alkohol, Tabak und Zucker.“ Die zusätzlichen Einnahmen sollen in Gesundheitsunterricht und Schulessen investiert werden.

Büttner witterte darin sofort „Bevormundung“ und „Infantilisierung“. Die FDP-Politikerin betonte: „Der größte Hebel für eine Verhaltensänderung ist die eigene Einsicht, wenn Menschen begreifen: Zucker ist schädlich für mich. Das ist der Weg, und nicht irgendeine Verbotskultur!“

Kinder im Fokus der Werbedebatte

Die Kontroverse verschärfte sich weiter, als es um den Schutz von Kindern vor Werbung für zuckerhaltige Produkte ging. Lauterbach argumentierte für ein Fernsehwerbeverbot in Kinder-Sendezeiten: „Wenn man das reglementieren würde, würden die Kinder nicht ständig bombardiert mit diesen Süßigkeiten. Und das wirkt. Kinder sind noch nicht so weit wie vielleicht der FDP-Wähler mit 50!“

Büttner konterte scharf: „Sie haben schon wieder Regulierungsphantasien, Herr Lauterbach! Das ist eine persönliche Konsumentscheidung von Menschen, und da hat der Staat nichts zu suchen.“ Sie verwies auf absurde europäische Debatten, die aus solcher Bevormundung entstünden.

Zum Abschluss brachte Eckart von Hirschhausen die Diskussion auf eine prägnante Formel: „Früher sagte man: Dick, doof, Diabetes.“ Damit unterstrich er die gesundheitlichen Risiken, die im Zentrum der emotional geführten Debatte standen.

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