US-Gesundheitsminister Kennedy gesteht Drogenvergangenheit: Kokain von Klobrillen geschnupft
Kennedy: Kokain von Klobrillen geschnupft

US-Gesundheitsminister gesteht skurrile Drogenvergangenheit

Nicht nur die Politik von US-Präsident Donald Trump sorgt regelmäßig für Überraschungen. Auch sein Kabinett hält stets unerwartete Enthüllungen bereit. Jetzt hat Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. (72) in einem Interview mit dem US-Komiker und YouTuber Theo Von (45) über seine langjährige Drogenabhängigkeit gesprochen.

Skurrile Konsumgewohnheiten

Kennedy berichtete dabei von besonders ungewöhnlichen Konsumpraktiken: „Ich habe früher Kokain von Toilettensitzen geschnupft“, gestand der Minister. Diese Aussage machte er im Zusammenhang mit seiner Teilnahme an einer Sucht-Selbsthilfegruppe, die er auch während der Coronapandemie trotz Ansteckungsgefahr weiter besuchte. Für ihn sei dies eine Frage der Prioritäten gewesen: „Und ich sagte, ich habe keine Angst vor Keimen, wissen Sie“, erklärte Kennedy.

Gesundheitsrisiken jenseits der Drogen

Abgesehen vom Drogenkonsum selbst stellt auch die beschriebene Konsumweise ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Laut einer Studie der Universität von Arizona finden sich auf Klobrillen bis zu 50 verschiedene Bakterienstämme pro Quadratzentimeter. Zum Vergleich: Auf Schneidebrettern in der Küche sind es sogar viermal so viele Bakterien.

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Langer Weg der Abstinenz

Kennedy hatte seine Drogenproblematik bereits früher öffentlich gemacht. Mit 29 Jahren wurde er wegen Heroinbesitzes verhaftet – zu diesem Zeitpunkt soll er bereits seit 14 Jahren abhängig gewesen sein. 1983 begann er einen Entzug und ist heute seit über 40 Jahren abstinent. Über seine Selbsthilfegruppe sagt er: „Ich weiß, dass diese Krankheit mich umbringen wird, wenn ich nichts dagegen tue, wenn ich mich nicht behandeln lasse – was für mich bedeutet, jeden Tag zu den Treffen zu gehen.“ In der Sendung „This Past Weekend“ betonte er: „Für mich ging es also ums Überleben.“

Umstrittener Gesundheitsminister

Der US-Gesundheitsminister ist nicht nur wegen seiner Drogenvergangenheit, sondern auch aufgrund seiner kontroversen Ansichten bekannt. Vor seiner Berufung sorgte er regelmäßig für Empörung, etwa durch seine Kritik an Impfstoffen und die Behauptung eines Zusammenhangs zwischen Vakzinen und Autismus – eine These, die wissenschaftlich widerlegt ist. Nach seiner Ernennung relativierte er diese Aussagen. Während der Corona-Pandemie trat Kennedy mit Verschwörungstheorien in Erscheinung und sprach im September 2020 vor Querdenkern am Brandenburger Tor.

Die jüngsten Enthüllungen über seine Drogenvergangenheit fügen dem umstrittenen Profil des Ministers eine weitere Dimension hinzu und werfen Fragen nach der Glaubwürdigkeit eines Gesundheitsministers mit einer derartigen Vergangenheit auf.

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