Hypertrophe Kardiomyopathie: Symptome erkennen und richtig handeln
HCM: Symptome erkennen und richtig handeln

Hypertrophe Kardiomyopathie: Symptome erkennen und richtig handeln

Kennen Sie das Gefühl? Sie oder eine Person in Ihrem Umfeld sind bereits bei leichter körperlicher Belastung schnell außer Atem, fühlen sich häufig müde ohne erkennbaren Grund oder leiden unter Schwindelattacken? Diese scheinbar harmlosen Beschwerden können auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen: die hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM. Diese seltene Herzerkrankung stellt Ärzte und Betroffene vor besondere Herausforderungen, da sie nicht immer leicht zu diagnostizieren ist. Ein genauer Blick auf die Symptome und ein zeitnahes ärztliches Gespräch können daher entscheidend sein.

Was ist eine hypertrophe Kardiomyopathie?

Bei der hypertrophen Kardiomyopathie handelt es sich um eine chronische Erkrankung des Herzmuskels, die mit der Zeit fortschreitet. Charakteristisch ist eine Verdickung der Herzwände, die dazu führt, dass das Blut nicht mehr effizient in die Lunge und den Körper gepumpt werden kann. Eine spezielle Form, die obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie (HOCM), kann sogar den Blutfluss aus dem Herzen direkt blockieren oder behindern. Die möglichen Folgen sind schwerwiegend: HCM kann zu Vorhofflimmern, Schlaganfällen und Herzinsuffizienz führen. Alarmierend ist, dass sie die Hauptursache für den plötzlichen Herztod bei Menschen unter 30 Jahren darstellt.

Genetische Veranlagung bei HCM

In vielen Fällen ist die hypertrophe Kardiomyopathie genetisch bedingt und wird vererbt. Trägt ein Elternteil eine entsprechende Genveränderung, besteht für jedes Kind eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, diese ebenfalls zu erben und damit ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer HCM zu haben. Interessanterweise zeigen nicht alle Personen mit dieser genetischen Veränderung auch Symptome – die Ausprägung kann innerhalb einer Familie sehr unterschiedlich sein. Sind in der eigenen Familie bereits Fälle von HCM bekannt, kann eine langfristige medizinische Beobachtung der Angehörigen ratsam sein. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einen Gentest durchführen zu lassen, um herauszufinden, ob man Träger einer krankheitsverursachenden Genvariante ist. Eine vorausgehende genetische Beratung wird hierbei empfohlen.

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Die Herausforderung der Diagnose

Die Symptome der hypertrophen Kardiomyopathie sind sehr vielfältig und oft unspezifisch, was bedeutet, dass sie auch bei anderen Erkrankungen auftreten können. Schätzungen zufolge bleibt HCM bei etwa 85 Prozent der Betroffenen unentdeckt und somit unbehandelt. Für Patienten und ihre Ärzte kann die Diagnosestellung eine echte Herausforderung darstellen. Beispielsweise werden aufgrund von Symptomen wie Atemnot manchmal zunächst Erkrankungen der Atemwege vermutet, weshalb Betroffene oft zum Lungenfacharzt überwiesen werden. Die Beschwerden können leicht sein oder sogar vollständig fehlen, bei anderen sind sie schwerwiegend. Einige Patienten berichten von plötzlich auftretenden Symptomen, die teilweise wieder zurückgehen, während andere einen schleichenden Prozess beschreiben. Daher ist es entscheidend, beim Auftreten eines oder mehrerer dieser Warnzeichen umgehend einen Arzttermin zu vereinbaren, um die Ursache der Beschwerden abklären zu lassen.

Auf diese Warnzeichen sollten Sie achten

  • Schnelle Atemnot bei leichter Anstrengung
  • Unerklärliche Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schwindelgefühle oder Benommenheit
  • Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Brustschmerzen oder Engegefühl in der Brust

Behandlungsoptionen bei HCM

Eine schnelle und zutreffende Diagnose ist von großer Bedeutung, da laut medizinischen Leitlinien verschiedene wirksame Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Die Behandlung der hypertrophen Kardiomyopathie umfasst in der Regel drei Ansätze:

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  1. Symptomatische Behandlung: Hier kommen Medikamente wie Betablocker, Calciumkanalblocker oder Antiarrhythmika zum Einsatz, um die Beschwerden zu lindern.
  2. Ursachenorientierte Behandlung: Moderne Medikamente zur Myosin-Inhibition setzen direkt am Mechanismus an, der zur Entstehung der Erkrankung beiträgt.
  3. Invasive Verfahren: In bestimmten Fällen werden chirurgische Eingriffe oder Katheter-basierte Techniken genutzt, um die Verdickung der Herzwand zu reduzieren und den Blutfluss zu verbessern.

Das übergeordnete Ziel jeder Behandlung sollte stets die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und die Förderung ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sein. Eine offene Kommunikation mit den behandelnden Ärzten sowie dem sozialen Umfeld kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Die Inhalte dieser Seite sind eine Information von Bristol Myers Squibb.