Johannes B. Kerner zeigt beim BILD-Herzgipfel Herz für herzkranke Kinder
Beim dritten BILD-Herzgipfel am 17. März 2026 in Berlin stand die Herzgesundheit im Mittelpunkt. Moderator Johannes B. Kerner (61) nutzte die Veranstaltung, um auf die Schicksale herzkranker Kinder aufmerksam zu machen. Seit 13 Jahren moderiert er die große „Ein Herz für Kinder“-Gala und hat dabei zahlreiche bewegende Geschichten begleitet.
Die bewegende Geschichte des kleinen Noah
Eine dieser Geschichten ist die von Noah, der heute zehn Jahre alt ist. Bei einer Routineuntersuchung im Juli 2018 entdeckten Ärzte bei dem damals Dreijährigen einen angeborenen Herzfehler. Seine Herzkammern waren zu klein, die Vorhöfe extrem groß, und das Herz pumpte nicht ausreichend. Die einzige Rettung war ein Spenderherz, das ihm das Leben rettete. Kerner erinnerte beim Herzgipfel an diesen kleinen Kämpfer: „Ich bin ihm über die Jahre mehrfach begegnet. Das ist ein ganz außergewöhnlicher kleiner Mann“, sagte der Moderator.
Die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ unterstützte die Familie während dieser schweren Zeit und setzt sich weiterhin für herzkranke Kinder in Deutschland und weltweit ein. Kerner betonte: „Es ist auch ein unglaublich schönes Gefühl, zu sehen, wie Hilfe tatsächlich ankommt.“
Gerald Asamoah und sein Engagement für herzkranke Kinder
Beim Herzgipfel traf Kerner auf Fußball-Profi Gerald Asamoah (47), der im Jahr 2007 die „Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder“ gründete. Asamoah ist selbst von einer genetischen Herzerkrankung betroffen, der hypertrophen Kardiomyopathie (HCM). Mit 19 Jahren erhielt er die Schockdiagnose, die seine Fußballkarriere bei Hannover 96 fast beendet hätte, bevor sie richtig begann. „Die Angst um mein Herz hat lange mitgespielt“, verriet Asamoah im Interview.
Experten klären über genetische Herzerkrankungen auf
Gemeinsam mit Prof. Monica Patten, Oberärztin an der Klinik für Kardiologie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums beim UKE Hamburg, sprachen Kerner und Asamoah auf der Bühne über die tückischen Herzerkrankungen HCM und hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM). Prof. Patten erklärte: „Das sind genetische Herzerkrankungen. Aufgrund des Gendefektes kommt es zu einer strukturellen Veränderung der Herzmuskulatur.“
Diese Veränderung führt dazu, dass das Herz ständig das Gefühl hat, Hochleistung bringen zu müssen. Die Folge ist eine Vermehrung der Herzmuskelmasse und eine Verdickung der Herzwände. „Häufig ist es so, dass man das gar nicht bemerkt – über viele Jahre. Das ist ein schleichender Prozess“, so Prof. Patten. Bei einigen Patienten kommt es zu einer Obstruktion (HOCM), bei der der Ausflusstrakt verengt wird, was Symptome wie Luftnot, Herzrasen und Brustschmerzen auslösen kann.
Neue Therapieoptionen für HOCM
Prof. Patten wies darauf hin, dass es für die HOCM seit zwei Jahren eine medikamentöse Therapie gibt. Der Wirkstoff Mavacamten bremst die übermäßige Pumpkraft des Herzmuskels und entlastet so das Herz. Dies ist ein wichtiger Fortschritt in der Behandlung dieser genetischen Erkrankung.
Der BILD-Herzgipfel rückte somit nicht nur die Herzgesundheit in den Fokus, sondern zeigte auch, wie Engagement und medizinischer Fortschritt das Leben herzkranker Kinder verbessern können. Mit weltweit etwa jedem 1000. Kind, das mit einem Herzfehler geboren wird, bleibt dies ein dringendes Thema.



