Rauchen schädigt die Augen: Warum ein Rauchstopp das Sehvermögen schützt
Verfärbte Zähne, hartnäckiger Husten und ein erhöhtes Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen sind vielen Menschen als Folgen des Rauchens bekannt. Doch die Auswirkungen auf die Augen werden häufig unterschätzt. Dabei gehört Rauchen zu den größten vermeidbaren Gefahren für die Augengesundheit, wie die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) betont.
Giftige Substanzen schädigen feine Augenstrukturen
Die zahlreichen giftigen Substanzen im Tabakrauch beeinträchtigen die Durchblutung in den feinen Gefäßen des Auges erheblich. Zudem fördern sie Entzündungsprozesse und schädigen Nervenzellen nachhaltig. Laut der Fachgesellschaft können bereits wenige Zigaretten täglich messbare Schäden verursachen, die sich langfristig zu ernsthaften Augenerkrankungen entwickeln.
Viele Augenerkrankungen entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich schleichend über Jahre. Rauchen beschleunigt diese Krankheitsprozesse deutlich und kann dazu führen, dass Symptome Jahre früher auftreten.
Drei Augenerkrankungen im Zusammenhang mit Rauchen
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Rauchen verdoppelt bis verdreifacht das Risiko für diese Netzhauterkrankung, bei der die Sehkraft im Bereich des schärfsten Sehens verloren geht. Professorin Teresa Barth von der Universitäts-Augenklinik Regensburg erklärt: „Einer der wenigen Faktoren, die man bei der AMD im Gegensatz zur Genetik neben der Ernährung selbst beeinflussen kann, ist das Rauchen. Wer ein erbliches Risiko trägt, sollte unbedingt damit aufhören.“
Grüner Star (Glaukom)
Das Rauchen verdoppelt das Risiko, einen Grünen Star zu entwickeln. Die giftigen Substanzen schädigen sowohl den Sehnerv als auch die Strukturen, die den Augendruck regulieren. Unbehandelt kann ein Grüner Star zur Erblindung führen, was die Bedeutung eines Rauchstopps unterstreicht.
Trockene Augen (Sicca-Syndrom)
Rauchen begünstigt auch trockene Augen, die sich durch Brennen, Jucken und Reizungen bemerkbar machen. Professorin Barth erläutert: „Rauch reizt die Augenoberfläche und fördert Entzündungsprozesse, was zu chronischen Beschwerden führen kann.“
Unterstützung beim Rauchstopp
Trotz der klaren gesundheitlichen Vorteile fällt vielen Menschen der Rauchstopp schwer. Unterstützung bietet die kostenlose Telefonberatung zur Rauchentwöhnung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) unter der Nummer 0800 8 31 31 31. Ein Rauchstopp lohnt sich nicht nur für Lunge und Herz, sondern schützt nachhaltig das wertvolle Sehvermögen.



