DRK-Kita zu Gast in Kreiskrankenhaus: Teddyklinik nimmt Kindern die Angst vor Ärzten
Teddyklinik im Kreiskrankenhaus: Kinder lernen Krankenhausalltag kennen

DRK-Kita zu Gast in Kreiskrankenhaus: Teddyklinik nimmt Kindern die Angst

Ein besonderer Besuch stand in dieser Woche für 29 Steppkes der Integrativen DRK-Kita „Kinderglück“ in Demmin auf dem Programm. Die Kinder besuchten mit ihren liebsten Plüschtieren die Teddyklinik im örtlichen Kreiskrankenhaus, um spielerisch den Krankenhausalltag sowie die Arbeit von Ärzten und Pflegern kennenzulernen.

Spielerische Annäherung an medizinische Abläufe

„Wir wollen ihnen mit diesem Projekt die Abläufe im Krankenhaus näherbringen und auch die Angst nehmen“, erklärt Kathrin Scheffka, die für die Ausbildung der Pflegekräfte zuständig ist. Gemeinsam mit Chirurgin Dr. Anne Rachfall hatte sie die Mitarbeiter der Teddyklinik, zu denen zahlreiche Auszubildende gehörten, optimal auf den Andrang der kuscheligen Patienten vorbereitet.

Die Vorbereitungen waren umfassend: Ärzte und angehende Krankenpfleger standen als Teddy-Docs bereit, Kinderärztin Marie Haker und Nicole Krüger vom Qualitätsmanagement des Krankenhauses beteiligten sich aktiv, und das Deutsche Rote Kreuz unterstützte den Teddytag mit mehreren Fachkräften sowie einem echten Krankenwagen.

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Phantasievolle Krankengeschichten für Plüschpatienten

Die Kinder kamen mit ihren kranken Kuscheltieren ins Krankenhaus, nachdem sie im Wartezimmer zunächst an einer Malstraße kreativ werden konnten. „Die Kinder sind sehr aufgeregt, was sie hier erwartet. Dieser Sprechstundentag kommt ihnen sehr gelegen, da sich viele ihrer Plüschtiere nicht wohlfühlen. Nun hoffen sie auf Hilfe“, sagte Kita-Leiterin Uta Lembke-Berkenhagen.

Die Krankengeschichten, die die kleinen Besitzer für ihre Plüschpatienten erfanden, waren ebenso einfallsreich wie vielfältig:

  • Hund Marschel war beim Toben an einem Felsen abgerutscht und hatte sich vermutlich ein Knie gebrochen.
  • Das Schäfchen Schafi hatte nach einem Wolfsbiss zwei gebrochene Beine.
  • Faultier Fauli war vom Baum gefallen und brauchte dringend eine Schiene sowie Schmerzmittel.
  • Ein Teddy litt unter Übelkeit, Husten, Schnupfen und Bauchschmerzen.

Gründliche Untersuchungen und individuelle Therapien

Bevor die Plüschpatienten eingehend untersucht wurden, mussten die Teddy-Eltern zunächst Versicherungskärtchen für ihre Lieblinge basteln. Anschließend ging es in mehreren Gruppen zu den Teddy-Docs, die konzentriert jede Krankengeschichte anhörten, verschiedene Untersuchungen vornahmen und dann Diagnosen sowie Therapiepläne erstellten.

Die Teddy-Docs, darunter Krankenpflege-Azubi Jannes Kurpchereit und Pflege-Azubi Bruno Genuttis, meisterten auch komplizierte Fälle professionell. Sie röntgten, schienten, verarzteten und füllten Überweisungsformulare aus. Die Kinder beobachteten die Behandlungen mit großer Aufmerksamkeit und stellten zahlreiche Fragen.

Apotheke und Rettungswagen als Höhepunkte

Die „Medikamente“ für ihre Lieblinge – in Form von Gummibärchen – konnten die Kinder an einer speziell eingerichteten Apotheke abholen, die von DRK-Auszubildenden betreut wurde. Zum Abschluss des Tages erkundete jede Kindergruppe den Rettungswagen, den die DRK-Azubis Coleen und Jaris sowie der ehrenamtliche Notfallsanitäter Detlef Blendow vorstellten.

„Es ist ein sehr schönes Projekt, das den Kindern das Krankenhaus näherbringt“, resümierte Kinderärztin Marie Haker. „Sie sehen, dass ihren Teddys und Plüschtieren geholfen wird, und dass hier nichts Schlimmes passiert.“ Die Teddyklinik bot den Kindern nicht nur Einblicke in medizinische Geräte und Instrumente, sondern auch die Gelegenheit, das Innenleben des menschlichen Körpers zu bestaunen.

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