Darmkrebsvorsorge in Altentreptow: Ärztin betont Heilbarkeit bei Früherkennung
Darmkrebs heilbar: Ärztin aus Altentreptow klärt auf

Darmkrebsvorsorge kann Leben retten: Ärztin aus Altentreptow klärt auf

Im März, dem Aktionsmonat gegen Darmkrebs, weist die erfahrene Medizinerin Beate Heering-Brunk aus Altentreptow eindringlich auf die Bedeutung der Darmkrebsvorsorge hin. Die Fachärztin für Innere Medizin betont, dass diese Krebsart bei frühzeitiger Erkennung in nahezu allen Fällen heilbar ist – eine Botschaft, die angesichts der aktuellen Zahlen besonders wichtig erscheint.

Alarmierende Zahlen unterstreichen Dringlichkeit

Laut dem Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut in Berlin gab es im Jahr 2023 insgesamt etwa 517.800 neue Krebserkrankungen in Deutschland. Darmkrebs stellte mit 55.320 Fällen die vierthäufigste Krebsform dar, direkt nach Prostata-, Brustdrüsen- und Lungenkrebs. Allein im Jahr 2022 verstarben 10.320 Frauen und 12.639 Männer an den Folgen dieser Erkrankung. „Doch diese Krebserkrankung ist gut heilbar“, versichert Ärztin Beate Heering-Brunk mit Nachdruck. „Wenn der Darmkrebs früh erkannt wird, kann er in nahezu allen Fällen durch einen Eingriff geheilt werden“, ergänzt die Expertin, die seit 2004 ihre Praxis im Krankenhaus Klosterberg in Altentreptow führt.

Recht auf Vorsorge-Koloskopien ab 50

Im Mittelpunkt der Aufklärung steht die Darmspiegelung, medizinisch als Vorsorge-Koloskopie bezeichnet. „Jeder Bürger ab dem 50. Lebensjahr hat ein Recht auf zwei Vorsorge-Koloskopien, die von den Krankenkassen bezahlt werden“, erklärt Beate Heering-Brunk. Die zweite Untersuchung sollte dabei zehn Jahre nach der ersten erfolgen. Allerdings gibt es wichtige Ausnahmen von dieser Regelung: Falls enge Familienangehörige wie Großeltern, Eltern oder Geschwister vor dem 60. Lebensjahr an Darmkrebs erkrankt sind, kann die Untersuchung bereits alle fünf Jahre auf Kosten der Krankenkasse durchgeführt werden.

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Warnsignale ernst nehmen

Die Ärztin weist zudem darauf hin, dass bei bestimmten Symptomen eine sofortige Koloskopie verordnet werden kann. Dazu gehören insbesondere:

  • Ungeklärte Bauchschmerzen
  • Blut im Stuhlgang
  • Ungewöhnliche Gewichtsabnahme ohne erkennbare Ursache

Diese Warnsignale sollten unbedingt ernst genommen und zeitnah mit einem Arzt besprochen werden.

Polypen als Vorstufe erkennen und entfernen

Bei der Darmspiegelung wird der Dickdarm systematisch nach Polypen abgesucht – das sind Gewebewucherungen, die sich zu Darmkrebs entwickeln können. „Die Polypen werden durch eine Elektroschlinge abgetragen. Somit ist der Krebs im Grunde besiegt, bevor er überhaupt ausgebrochen ist“, erläutert die Medizinerin. Je nach Ergebnis der Gewebeuntersuchung können weitere Kontrollen innerhalb von sechs Monaten bis zu fünf Jahren notwendig sein.

Moderne Verfahren machen Untersuchung angenehmer

Viele Patienten scheuen die Darmspiegelung aufgrund der notwendigen Darmreinigung, bei der früher oft bitter schmeckende Spüllösungen zum Einsatz kamen. „Doch auch hier hat sich die Medizin weiterentwickelt und den Geschmack verbessert“, beruhigt Beate Heering-Brunk. Für die Untersuchung selbst wird heute das Narkosemittel Propofol verwendet, das in der richtigen Dosierung sicher und effektiv ist.

Prävention durch gesunde Lebensweise

Neben der medizinischen Vorsorge betont die Ärztin auch die Bedeutung einer gesunden Ernährung für die Darmkrebsprävention. Sie empfiehlt:

  1. Zucker- und Fleischkonsum reduzieren
  2. Auf ausgewogene Kohlenhydrat- und Kalorienzufuhr achten
  3. Ballaststoffreiche Ernährung bevorzugen

Aus ihrer vierzigjährigen Erfahrung als Ärztin in Altentreptow weiß Beate Heering-Brunk, dass viele Patienten von solchen Ernährungsempfehlungen profitieren können.

Hoffnung durch moderne Therapien

Abschließend berichtet die Medizinerin von ermutigenden Entwicklungen in der Darmkrebstherapie. „Zugleich erlebe ich auf meiner Arbeit immer wieder kleine Wunder“, freut sie sich. So behandelt sie einen Patienten, bei dem viele bereits mit einem tödlichen Verlauf gerechnet hatten. „Aber durch eine Immuntherapie lebt er schon viele Jahre mit dem Darmkrebs“, schildert die Ärztin ein Beispiel für die Fortschritte in der modernen Krebstherapie.

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Der Aktionsmonat gegen Darmkrebs wird seit 2002 von der Felix Burda Stiftung, der Stiftung LebensBlicke und dem Verein Netzwerk gegen Darmkrebs organisiert und findet bundesweit große Unterstützung durch Gesundheitsorganisationen, Kliniken, Krankenkassen und Medien.