Ehemaliger Bundesliga-Torwart Georg Koch stirbt mit 54 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs
Ex-Bundesliga-Torwart Georg Koch stirbt mit 54 an Krebs

Trauer um Georg Koch: Ex-Bundesliga-Torwart erliegt schwerer Krebserkrankung

Der ehemalige Bundesliga-Torwart Georg Koch ist im Alter von nur 54 Jahren verstorben. Wie seine früheren Vereine Fortuna Düsseldorf und Viktoria Köln bekanntgaben, erlag der langjährige Profifußballer einer schweren Krebserkrankung. Zuvor hatte bereits die "Bild" über den tragischen Tod des Sportlers berichtet.

Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Im April 2023 erhielt Georg Koch die niederschmetternde Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Etwa ein Jahr später machte er seine Erkrankung öffentlich und gab in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" erschütternde Einblicke in seinen Gesundheitszustand. Die behandelnden Ärzte hatten ihm zum Zeitpunkt der Diagnose eine geschätzte Lebenserwartung von lediglich sechs Monaten mitgeteilt. Trotz dieser Prognose kämpfte Koch mit bewundernswerter Stärke weiter.

"Es gibt Tage, da bin ich deprimiert und im Kopf leer. Es gibt aber auch Tage, da könnte ich Bäume ausreißen", beschrieb Koch 2024 im Interview mit Sport1 seine wechselnden Gemütszustände während der Therapie. Seine positive Einstellung beeindruckte viele Menschen über den Fußball hinaus.

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Beeindruckende Karriere mit über 200 Bundesligaspielen

Georg Koch absolvierte eine bemerkenswerte Karriere als Torwart im Profifußball. Insgesamt stand er mehr als 200-mal in der Fußball-Bundesliga zwischen den Pfosten und sammelte weitere 165 Einsätze in der 2. Bundesliga. Seine Stationen umfasten namhafte deutsche Vereine wie Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, den 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus und den MSV Duisburg.

Auch international sammelte der Torhüter wertvolle Erfahrungen. Er stand bei PSV Eindhoven in den Niederlanden, Dinamo Zagreb in Kroatien und Rapid Wien in Österreich unter Vertrag. Diese internationalen Engagements prägten seine fußballerische Entwicklung nachhaltig.

Karriereende nach Knallkörper-Vorfall

Ein tragischer Vorfall beendete Georg Kochs aktive Spielerkarriere vorzeitig. Während eines Spiels von Rapid Wien explodierte 2008 in unmittelbarer Nähe des Torwarts ein Knallkörper. Die Folgen waren schwerwiegend: Koch erlitt ein Knalltrauma, einen Kreislaufzusammenbruch und eine dauerhafte Innenohrschädigung.

In der Folge litt der Torwart unter massiven Gleichgewichtsproblemen, die ein weiteres professionelles Fußballspielen unmöglich machten. 2009 musste er daher seine erfolgreiche Karriere als aktiver Spieler beenden – ein bitteres Ende für den leidenschaftlichen Sportler.

Weiterhin dem Fußball verbunden

Nach seinem Karriereende blieb Georg Koch dem Fußball eng verbunden. Zunächst arbeitete er als Torwarttrainer, später übernahm er die Position des Teammanagers bei Viktoria Köln. Als seine Krebserkrankung bekannt wurde, zog sich Koch aus privaten Gründen von dieser Tätigkeit zurück, wie der Verein damals mitteilte.

Die Fußballgemeinde trauert um einen erfahrenen Torwart, der nicht nur durch seine sportlichen Leistungen, sondern auch durch seinen mutigen Kampf gegen die schwere Erkrankung in Erinnerung bleiben wird. Seine ehemaligen Vereine und Weggefährten würdigen ihn als charakterstarken Menschen und verdienten Fußballprofi.

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