Krebs-Rückkehr trifft Mirko (57) nach Verlust der Mutter: Ein Kampf in der Uckermark
Krebs-Rückkehr trifft Mirko nach Verlust der Mutter

Ein einsamer Kampf gegen den Krebs in der Uckermark

Mirko Sieg ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Der einst stattliche Mann aus der Uckermark hat in den vergangenen Monaten sichtlich an Gewicht verloren, tiefe Schatten liegen unter seinen Augen, sein Gang ist schleppend geworden und seine Stimme klingt leise. Kein Wunder, denn das Schicksal hat dem 57-Jährigen in den letzten zwei Jahren übel mitgespielt.

Verluste und Diagnosen: Eine schwere Zeit

Im August 2024 verlor Mirko Sieg zunächst seinen Bruder. Nur wenige Monate später, im Dezember desselben Jahres, erhielt er die schockierende Diagnose Blasenkrebs. Die Ärzte sahen damals keinen anderen Ausweg als eine Totaloperation mit anschließender Chemotherapie. Seitdem lebt der ehemalige Mitarbeiter eines Kommunikationsunternehmens in Pasewalk mit einem künstlichen Ausgang.

Während dieser schweren Zeit spendete ihm seine Mutter Trost und Halt. Doch seit Juni 2025 kann er auch auf ihren Zuspruch nicht mehr bauen: „Da ist meine Mama nämlich mit 85 Jahren eingeschlafen.“ Ein Dreivierteljahr später hat der Endfünfziger diesen Verlust noch immer nicht verwunden. Seine bis dahin engste Bezugsperson fehlt ihm auf Schritt und Tritt – besonders jetzt, da er sie dringend bräuchte.

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Neue Herausforderung: Tumor im Darm

Zu allem Unglück wurde bei Mirko Sieg nun auch noch ein Tumor im Darm entdeckt. Der Nechliner absolviert momentan erneut eine Chemotherapie, die er glücklicherweise ambulant am Krankenhaus Prenzlau durchführen kann. Angesichts der heftigen Diskussionen um den Fortbestand der Klinik in der Vergangenheit ist ihm bewusst, wie wertvoll eine wohnortnahe Versorgung ist.

„Die Schwestern und Ärzte hier sind wirklich sehr herzlich und einfühlsam“, berichtet der Patient. „Sie nehmen sich Zeit, hören zu und haben immer liebe Worte für einen. Das Personal strahlt eine Ruhe aus, die es uns Patienten hier trotz der schlimmen Krankheit sehr angenehm macht.“

Hoffnung und Unterstützung im Alltag

Mirko Sieg hat nur einen Wunsch: Dass der Krebs gestoppt werden kann und er wieder gesund wird, damit ihm noch Zeit auf Erden bleibt. Er wird zwar ohne Mama und Bruder weiterleben müssen, aber vielleicht findet sich ja irgendwann noch das passende Gegenstück, sagt der sympathische Single-Mann. Den bräuchte er für die schönen Seiten des Lebens.

Der EU-Rentner ist Pflegegeldbezieher und erhält zum Glück Unterstützung im Haushalt durch Fachpersonal. „Eine große Hilfe sind mir auch meine liebe Nachbarin samt Lebensgefährten sowie natürlich meine Freunde und der Rest der Familie.“ Allen Unterstützern und der Krankenhausbelegschaft möchte er an dieser Stelle öffentlich Danke sagen.

Trotz der schweren Krankheit hat Mirko Sieg sein Lachen nicht verloren. Sein Schicksal zeigt die Bedeutung von familiärer Unterstützung und einer einfühlsamen medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen wie der Uckermark.

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