Emotionale Trauerfeier für Ex-Bundesliga-Torwart Georg Koch (†54) in Much
Am 4. März 2026 verstarb der ehemalige Bundesliga-Torwart Georg Koch im Alter von 54 Jahren nach einem langen Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs. Rund zwei Wochen später fand heute in Much eine bewegende Trauerfeier für den früheren Publikumsliebling statt, die zahlreiche Wegbegleiter und Freunde aus dem Fußball und der Musikszene versammelte.
Letzte Ruhe auf dem Sportplatz des VfR Marienfeld
Die Gedenkfeier wurde auf dem Sportplatz des VfR Marienfeld in Much abgehalten – genau an jenem Ort, an dem Koch vor anderthalb Jahren ein großes Abschiedsspiel veranstaltet hatte. In einem Fußballtor auf dem Platz befand sich ein Foto des Verstorbenen, daneben standen eine Urne und zwei Fortuna-Fußbälle. Die Urne, die das Vereinslogo von Fortuna Düsseldorf trägt, fand dort ihre letzte Ruhestätte.
Trauerredner Thomas Flörchinger leitete durch die einstündige Zeremonie, während die Gäste auf Bänken im Strafraum Platz nahmen. Unter den Anwesenden befanden sich viele ehemalige Mitspieler, Trainer und Freunde aus Kochs Fußballkarriere, die bei Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Kaiserslautern Station gemacht hatte.
Prominente Gäste und bewegende Momente
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Anwesenheit von Andreas Meurer und Michael Breitkopf, den Mitgliedern der Kult-Band „Toten Hosen“. Auch Fortuna-Trainer Markus Anfang, der Patenonkel von Kochs Tochter Emma ist, hielt eine ergreifende Rede. Die emotionale Trauerfeier wurde mit dem Lied „Tommi“ von AnnenMayKantereit eröffnet, das Kochs Lieblingslied war.
Zum Abschluss der Veranstaltung erklang „Schönen Gruß, auf Wiederseh’n“ von den „Toten Hosen“, bevor Georg Koch mit großem Applaus von seiner Familie und seinen Freunden verabschiedet wurde. Die Anteilnahme und der Zuspruch aus der Fußballszene waren überwältigend, wie Koch selbst in einem Interview im Mai 2024 betont hatte.
Langer Kampf gegen den Krebs
Die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielt Georg Koch bereits im April 2023. Damals gaben die Ärzte ihm nur noch sechs Monate, doch er kämpfte fast drei Jahre lang gegen die unheilbare Krankheit. In seinem Interview mit BILD am SONNTAG sagte er damals: „Es ist unheilbar, ich werde sterben. Aber wann mich der liebe Gott holen wird, hat er noch nicht entschieden!“
Die überwältigende Anteilnahme nach der Veröffentlichung des Interviews beschrieb Koch als etwas Besonderes: „Der Akku meines Handys war ruckzuck leer. Das Telefon ist regelrecht explodiert. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mal so viele Anrufe und Nachrichten bekommen habe – selbst zu meinem Geburtstag nicht.“ Diese Unterstützung begleitete ihn bis zu seinem Tod und spiegelte sich auch in der gut besuchten Trauerfeier wider.



