Christina Applegate: Offen über MS-Kampf und Alltag mit Tochter
Applegate: Offen über MS-Kampf und Alltag

Christina Applegate: Der tägliche Kampf mit Multipler Sklerose

Der Alltag stellt für die US-amerikanische Schauspielerin Christina Applegate, bekannt aus der Kultserie "Eine schrecklich nette Familie", eine immense Herausforderung dar. Seit ihrer Diagnose mit Multipler Sklerose im Jahr 2021 verbringt die 54-Jährige viel Zeit im Bett, doch für ihre 15-jährige Tochter Sadie Grace LeNoble überwindet sie täglich ihre Schmerzen.

Die morgendliche Routine: Ein Akt der Liebe

"Ich will sie hinbringen, es ist meine Lieblingsbeschäftigung", verrät Applegate im Interview mit der Zeitschrift "People". Der Schulweg ihrer Tochter sei die einzige Zeit, die sie ausschließlich für sich allein hätten. Die Emmy-Preisträgerin motiviert sich selbst mit den Worten: "Bring sie einfach sicher hin und komm nach Hause, damit du wieder ins Bett kannst." Diese Routine beschreibt sie als notwendigen, wenn auch anstrengenden Teil ihres Lebens mit der chronischen Erkrankung des zentralen Nervensystems.

Unverblümte Einblicke in neuen Memoiren

In ihrem autobiografischen Werk "You with the sad eyes", das am 3. März erscheint, verspricht Applegate maximale Offenheit. "Mein Leben ist nicht mit einer Schleife versehen", erklärt sie und fügt hinzu: "Das Leben der Menschen ist, entschuldigen Sie bitte den Ausdruck, manchmal verdammt schwer." Die Schauspielerin möchte bewusst die ungeschönte Realität ihres Daseins mit MS teilen und anderen Betroffenen damit möglicherweise eine Stütze sein.

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Karriere und Krankheit: Eine vier Jahrzehnte währende Laufbahn

Applegates Karriere spannt sich über mehr als vier Jahrzehnte. Nach ihrem Durchbruch als Kelly Bundy in den 1990er Jahren kämpfte sie bereits 2008 öffentlich mit einer Brustkrebsdiagnose. Ihre Freundin und ehemalige Filmkollegin Selma Blair, selbst MS-Erkrankte, habe die Symptome bei Applegate früh erkannt. Beide setzen sich heute gemeinsam für mehr Aufmerksamkeit und Verständnis für die Erkrankung ein.

Die Zukunft ihrer beruflichen Tätigkeit sieht die mehrfach für Emmy-, Golden-Globe- und SAG-Awards nominierte Darstellerin kritisch. Bereits 2023 deutete sie gegenüber "Variety" an, dass die Netflix-Serie "Dead to Me" ihr letztes Projekt gewesen sein könnte. Trotz dieser Unsicherheiten bleibt Applegate in ihrer Haltung beeindruckend klar: Sie will weiterkämpfen – vor allem für ihre Tochter.

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