Heidi Klum: ADHS als persönliche Superkraft
Nachdem bereits ihr Sohn Henry öffentlich über seine Erfahrungen mit ADHS gesprochen hat, öffnet sich nun auch Model Heidi Klum zu diesem Thema. Die 52-jährige Moderatorin und Unternehmerin beschreibt ihre 'Form von ADHS' in einem Interview mit der Zeitschrift 'Glamour' als etwas durchweg Positives.
Die positive Perspektive auf ADHS
'Ich sehe ADHS als etwas Positives, weil ich damit mehr Sachen gleichzeitig machen kann', erklärt Klum. 'Es ist meine Superpower.' Die bekannte Fernsehpersönlichkeit betont, dass sie durch ihre Hyperaktivität in der Lage sei, tausend unterschiedliche Aufgaben parallel zu bewältigen und sich ständig neue Projekte aufzuladen.
Diese Aussage kommt kurz nachdem ihr Sohn Henry in der ProSieben-Sendung 'On & Off the Catwalk' über seine eigenen Erfahrungen mit 'starkem ADHS' in der Kindheit berichtet hatte. Die Familie zeigt damit eine offene und entstigmatisierende Haltung gegenüber der neurologischen Besonderheit.
Was ADHS eigentlich bedeutet
Nach Informationen des Bundesgesundheitsministeriums beginnen Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen typischerweise im Kindes- und Jugendalter, können aber bei vielen Betroffenen bis ins Erwachsenenleben fortbestehen. Die Hauptsymptome umfassen:
- Hyperaktivität
- Unaufmerksamkeit
- Impulsivität
Diese Merkmale können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und müssen nicht zwangsläufig alle gleichzeitig auftreten. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen normaler Unruhe und einer klinisch relevanten Störung.
Fachliche Abklärung notwendig
Nicht jedes unruhige oder unaufmerksame Kind leidet automatisch unter ADHS. Das Ministerium betont, dass nur erfahrene Ärztinnen und Ärzte oder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten eine fundierte Diagnose stellen können. Diese professionelle Abklärung ist entscheidend, um angemessene Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln.
Heidi Klums öffentliches Bekenntnis zu ihrer 'Form von ADHS' trägt zur Enttabuisierung des Themas bei und zeigt, dass neurodiverse Eigenschaften auch als Stärken wahrgenommen werden können. Ihre Beschreibung der Hyperaktivität als produktive Kraft bietet eine alternative Perspektive auf das oft negativ konnotierte Störungsbild.



