Riesen-Kondom vor EU-Parlament: DSW fordert mehr Forschung für Männergesundheit
Riesen-Kondom vor EU-Parlament: Forderung nach mehr Forschung

XXL-Aktion in Brüssel: Sieben-Meter-Kondom vor dem Europaparlament aufgestellt

Am 17. März 2026 hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) aus Hannover mit einer spektakulären Aktion in der belgischen Hauptstadt für Aufsehen gesorgt. Vor dem Gebäude des Europaparlaments errichteten Aktivisten ein sieben Meter hohes Kondom, um auf das drängende Thema Verhütung und Familienplanung aufmerksam zu machen. Die Entwicklungsorganisation nutzte diese ungewöhnliche Installation, um eine klare Forderung an die Politik zu richten: Es muss endlich mehr in die Forschung von Verhütungsmethoden für Männer investiert werden.

Mangelnde Auswahl für Männer: Nur zwei bewährte Methoden verfügbar

Die DSW kritisiert, dass Männern bislang lediglich zwei zuverlässige Verhütungsoptionen zur Verfügung stehen. Kondome für den Bedarfsfall und die Vasektomie, bei der der Samenleiter dauerhaft durchtrennt wird, bilden das gesamte Spektrum. Diese begrenzte Auswahl steht in starkem Kontrast zu den vielversprechenden Alternativen, die in der Entwicklung stecken, aber aufgrund fehlender Finanzierung nicht vorankommen.

Die Organisation betont, dass es bereits innovative Ansätze gibt, die dringend erforscht werden müssten:

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  • Verhütungspillen für Männer
  • Spezielle Gele zur Empfängnisverhütung
  • Rückgängig zu machende Vasektomie-Verfahren
  • Thermische Methoden zur temporären Unfruchtbarkeit

„Ohne ausreichende Finanzierung und politische Unterstützung könnten diese Innovationen jedoch noch viele Jahre auf sich warten lassen, obwohl das Interesse und die Nachfrage steigen“, warnt die DSW in ihrer Stellungnahme.

Dramatische Lage weltweit: 257 Millionen Frauen ohne Zugang zu Verhütung

Während für Frauen zwar deutlich mehr verschiedene Verhütungsmethoden existieren, ist die Situation global betrachtet ebenfalls alarmierend. Laut den Angaben der Stiftung haben weltweit 257 Millionen Frauen keinen Zugang zu geeigneten Verhütungsmitteln. Diese erschreckende Zahl führt zu etwa 121 Millionen ungeplanten Schwangerschaften pro Jahr, was erhebliche soziale, gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen nach sich zieht.

Die Aktion in Brüssel soll daher nicht nur auf den Forschungsbedarf bei männlichen Verhütungsmethoden hinweisen, sondern auch das Bewusstsein für die allgemeine Notwendigkeit verbesserter Familienplanungsmöglichkeiten schärfen. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung appelliert an die europäischen Entscheidungsträger, sowohl die Forschung zu fördern als auch den weltweiten Zugang zu Verhütungsmitteln zu verbessern.

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