Uckermark: Krankenkasse warnt vor steigenden Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen
Uckermark: Mehr Kinder mit Alkoholvergiftung in Kliniken

Besorgniserregender Trend in der Uckermark: Immer mehr Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung

Die Krankenkasse DAK schlägt Alarm: In der Uckermark ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung in Kliniken eingeliefert werden müssen, entgegen dem Landestrend deutlich angestiegen. Nach aktuellen Daten mussten im Jahr 2024 insgesamt 36 Minderjährige im Alter von zehn bis unter 20 Jahren stationär behandelt werden. Diese Entwicklung stellt einen besorgniserregenden Kontrapunkt zu den allgemeinen Trends in Brandenburg dar.

Anstieg um 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Die Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg belegen einen deutlichen Zuwachs. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet die aktuelle Statistik einen Anstieg von 9,1 Prozent. Carmen Reinke, Mitarbeiterin der DAK, kommentiert diese Entwicklung mit deutlichen Worten: „Das sogenannte Rauschtrinken bleibt damit ein akutes Problem unter Schülern in der Region.“ Die Expertin verweist auf die besonderen Risiken für junge Menschen, bei denen Alkohol schneller, stärker und länger wirkt als bei Erwachsenen.

Besondere Sorge: Sechs Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren betroffen

Besonders alarmierend ist der Anstieg des Alkoholmissbrauchs bei jüngeren Kindern. Laut den aktuellen Erhebungen mussten in der Altersgruppe der Zehn- bis unter 15-Jährigen sechs Kinder mit Alkoholvergiftung in Krankenhäusern behandelt werden. Diese frühen Fälle unterstreichen die Dringlichkeit frühzeitiger Präventionsmaßnahmen und gezielter Aufklärungskampagnen in Schulen und Familien.

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DAK setzt Präventionskampagne „Bunt statt blau“ fort

Als Reaktion auf diese besorgniserregende Entwicklung setzt die DAK ihre bewährte Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch fort. Zum bereits 17. Mal ruft die Krankenkasse zum Plakatwettbewerb „Bunt statt blau“ auf, der sich speziell an Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren richtet. Bei diesem kreativen Wettbewerb werden Ideen gegen exzessives Trinken ausgezeichnet, mit Geldpreisen im Gesamtwert von rund 12.000 Euro.

Der Einsendeschluss für den aktuellen Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Plakate prämiert, bevor im Juni eine Bundesjury unter Leitung von DAK-Vorstandschef Andreas Storm und dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Prof. Dr. Hendrik Streeck, die Bundessieger kürt. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2010 haben bereits fast 143.000 Jugendliche an diesem Präventionswettbewerb teilgenommen.

Experten fordern verstärkte Aufklärung im Schulalltag

Carmen Reinke betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Aufklärungsarbeit: „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehört zum Feiern und Spaßhaben dazu.“ Sie plädiert dafür, dass wichtige Gesundheitsthemen wie Alkoholprävention regelmäßig im Schulalltag diskutiert werden sollten. Die Kombination aus kreativen Wettbewerben wie „Bunt statt blau“ und systematischer schulischer Aufklärung bildet nach Ansicht der Experten einen wirksamen Ansatz gegen den gefährlichen Trend des Rauschtrinkens unter Jugendlichen.

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