Wiesenzecke breitet sich in Norddeutschland aus: Gefahr für Mensch und Tier steigt
Wiesenzecke breitet sich im Norden aus: Gefahr steigt

Zecken-Alarm in Norddeutschland: Wiesenzecke breitet sich aus

Mit den steigenden Temperaturen und der zunehmenden Freiluftsaison warnen Experten eindringlich: Die Zecken sind zurück! Besonders besorgniserregend ist die verstärkte Ausbreitung der Wiesenzecke in Norddeutschland. Diese Entwicklung erhöht das Risiko für gefährliche Krankheitsübertragungen erheblich.

Neue Risikogebiete im Norden identifiziert

Das Robert-Koch-Institut hat bereits konkrete Risikogebiete ausgewiesen: Die Landkreise Celle und Emsland gelten als die nördlichsten Risiko-Regionen Deutschlands für Zecken-übertragene Erkrankungen. Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) mahnt zur besonderen Vorsicht und empfiehlt, Zecken nach einem Stich so schnell wie möglich zu entfernen.

Wichtig zu wissen: Während Borreliose-Erreger erst nach mehreren Stunden übertragen werden, gelangen FSME-Viren bereits unmittelbar beim Stich in den Körper. Eine Impfberatung beim Hausarzt wird daher dringend empfohlen.

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Besondere Gefahr für Vierbeiner

Neben dem verbreiteten Holzbock zeigt sich die Wiesenzecke immer häufiger in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Diese Art bevorzugt sonnige Wiesen und trockenes Brachland als Lebensraum. Für Menschen stellt sie zwar eine geringere Gefahr dar, für Hunde kann ein Biss jedoch tödlich enden, da die Wiesenzecke eine lebensbedrohliche Infektion übertragen kann.

Experten nennen mehrere Gründe für die zunehmende Verbreitung:

  • Milderes Klima begünstigt die Ausbreitung
  • Veränderte Lebensräume von Wildtieren
  • Zunehmendes Reisen mit Hunden
  • Vierbeiner als bevorzugte Wirte der Wiesenzecke

Zecken jetzt ganzjährig aktiv

Ein besorgniserregender Trend: Zecken sind nicht mehr nur im Sommer aktiv, sondern mittlerweile das ganze Jahr über unterwegs. Um die Ausbreitung besser zu erforschen und zu verstehen, bittet der Naturschutzbund (Nabu) in Bremen um Mithilfe der Bevölkerung. Besonders Hunde- und Katzenbesitzer werden aufgefordert, ihre Beobachtungen mit Fotos an den Nabu zu melden.

Effektiver Schutz vor Zecken

Das Landesgesundheitsamt Niedersachsen gibt konkrete Schutzempfehlungen:

  1. Lange Kleidung bietet den besten Schutz
  2. Helle Stoffe machen Zecken leichter erkennbar
  3. Nach jedem Naturbesuch den Körper gründlich absuchen
  4. Besondere Aufmerksamkeit für Kniekehlen, Intimbereich, Arme sowie Kopf- und Halsregion

Wer sich in Wald und Wiese aufhält, sollte sich vor dem Nachhauseweg stets einer gründlichen Kontrolle unterziehen. Diese einfachen Maßnahmen können das Risiko von Zeckenstichen und damit verbundenen Erkrankungen deutlich reduzieren.

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