455 Menschen sind dem Aufruf des Fußball-Bundesligisten 1. FC Heidenheim gefolgt und haben sich bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) als Stammzellenspender registrieren lassen. „455 neue Registrierungen bedeuten 455 neue Chancen auf Leben!“, schrieb der Verein in einer Mitteilung.
Hintergrund der Aktion
Der Heidenheimer Profi Eren Dinkçi hatte die Krebserkrankung seiner Freundin Cinja öffentlich gemacht. Bei der Partnerin des Offensivspielers wurde Ende Januar Blutkrebs diagnostiziert, wobei Leukämie die häufigste Form ist. In Deutschland erhält alle zwölf Minuten ein Mensch diese Diagnose. Für viele Betroffene ist eine Stammzellenspende die letzte Überlebenschance.
Große Unterstützung bei der Registrierungsaktion
Der Verein bezeichnete die Aktion als „vollen Erfolg“. Sie sei von großer Emotionalität und außergewöhnlicher Hilfsbereitschaft geprägt gewesen. „Zahlreiche FCH-Fans, Gästefans des FC St. Pauli und viele weitere Besucher beteiligten sich, unterstützten die Aktion oder spendeten zusätzlich an die DKMS“, teilte der 1. FC Heidenheim mit. Auch Menschen ohne Ticket seien gezielt zur Registrierung an den Stationen vorbeigekommen.
Dinkçis emotionales Tor
In der Partie gegen den Abstiegskonkurrenten aus Hamburg erzielte Dinkçi den Treffer zum 2:0-Endstand. „So ein Tor gibt natürlich auch Kraft“, sagte der sichtlich bewegte 24-Jährige nach dem Spiel. „Das Tor ist ihr gewidmet, ganz klar. Und ich hoffe, dass sie sich gefreut hat und ihr das Tor auch ein bisschen Kraft schenkt.“
Weitere Aktionen
Dinkçi ist vom SC Freiburg bis zum Saisonende an Heidenheim ausgeliehen. Bereits vor dem Auswärtsspiel bei den Breisgauern am 19. April hatte es eine DKMS-Registrierungsaktion gegeben.



