Anhaltische Gemäldegalerie bleibt im Dessauer Georgium: Kampf gegen die Feuchtigkeit
275.000 Euro für Sanierung gegen Tauwasserschäden – die ersten Maßnahmen im Georgium, um dem Wasser entgegenzuwirken, waren erfolgreich. Das Paradoxe: Die Feuchtigkeit ist notwendig, um die alten Gemälde zu erhalten. Von Tizian Hempel, 10.05.2026, 14:00 Uhr.
Noch liegen die kleinen, weißen Transformatorenboxen auf dem Boden. Bald sind diese aber nicht mehr sichtbar. Seit Jahren wird am Schloss Georgium immer wieder gebaut. Jetzt stand Wasser in den Fenstern. Im Winter blieb die Anhaltische Gemäldegalerie geschlossen, vor Kurzem noch stand ein Gerüst an der Außenfassade. Seit 2023 bildet sich im Schloss Georgium vermehrt Tauwasser – sichtbar an den Fenstern, vor allem im zweiten Obergeschoss, doch auch die Holzbalken der Deckenkonstruktion waren betroffen.
Hintergrund der Sanierungsarbeiten
Die Feuchtigkeitsprobleme im Georgium sind nicht neu. Bereits seit mehreren Jahren kämpft die Gemäldegalerie mit den Folgen von Kondenswasser. Die Sanierung umfasst Maßnahmen zur Verbesserung der Luftzirkulation und zur Isolierung der Fenster, um die Bildung von Tauwasser zu reduzieren. Gleichzeitig muss ein bestimmtes Feuchtigkeitsniveau erhalten bleiben, um die historischen Gemälde vor dem Austrocknen zu schützen.
Bedeutung der Gemäldegalerie
Die Anhaltische Gemäldegalerie beherbergt eine bedeutende Sammlung alter Meister. Die Erhaltung dieser Kunstwerke erfordert ein sensibles Raumklima, das nun mit der Sanierung optimiert werden soll. Die Kosten von 275.000 Euro werden vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Dessau-Roßlau getragen.
Die Arbeiten sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein, sodass die Galerie dann wieder regulär geöffnet werden kann. Besucher können sich auf eine verbesserte Präsentation der Kunstwerke freuen.



