Hündin erschnüffelt Lungenkrebs im Frühstadium und rettet Besitzerin das Leben
Die Deutsche Schäferhündin Inca bewies außergewöhnliche Fähigkeiten, als sie bei ihrer Besitzerin Colleen Ferguson aus Headcorn in der englischen Grafschaft Kent Lungenkrebs im allerersten Stadium erschnüffelte. Über Wochen hinweg näherte sich die damals zweijährige Hündin immer wieder dem Mund ihrer Halterin, roch intensiv an ihrem Atem und blickte sie dabei besorgt an. Dieses ungewöhnliche Verhalten alarmierte Ferguson, die schließlich medizinische Hilfe suchte.
Monatelange Besessenheit führt zur lebensrettenden Diagnose
Colleen Ferguson, heute 70 Jahre alt und seit elf Jahren krebsfrei, erinnert sich an die beunruhigenden Wochen: "Inca gab einfach nicht auf. Sie fixierte sich komplett auf meinen Atem, obwohl ich zunächst dachte, es könnte mit meiner Glutenunverträglichkeit zusammenhängen." Nach mehreren Arztbesuchen und verschiedenen Untersuchungen ohne Befund ließ Ferguson schließlich einen umfassenden Ganzkörper-Check durchführen.
Dabei machten die Ärzte eine dramatische Entdeckung: In ihrer linken Lunge befand sich ein golfballgroßer Tumor – Lungenkrebs im Stadium eins. Ferguson, die als Biologielehrerin nie geraucht hatte, war völlig überrascht: "Ich hatte keinerlei typische Symptome, nur Müdigkeit, die ich auf mein Alter und die Arbeit mit Teenagern schob."
Operation ohne weitere Behandlung notwendig
Im Juni 2015 wurde der Tumor operativ entfernt. Da der Krebs so früh entdeckt worden war, benötigte Ferguson keine anschließende Strahlentherapie oder Chemotherapie. Ihr Chirurg betonte die Besonderheit des Falls: "Wir entdecken Krebs praktisch nie im ersten Stadium. Normalerweise wird Lungenkrebs erst in viel fortgeschritteneren Phasen diagnostiziert."
Die heute 13-jährige Inca wurde mittlerweile zum Therapiehund ausgebildet und unterstützt nun andere Menschen. Ferguson betrachtet ihre Entscheidung für genau diese Hündin als Schicksal, denn fast hätte sie sich für ein anderes Tier entschieden.
Hunde besitzen außergewöhnliche diagnostische Fähigkeiten
Fergusons Rat an alle Hundebesitzer ist eindeutig: "Hört auf eure Hunde. Sie senden viel subtilere Signale, als die meisten Menschen ahnen. Wenn euer Tier sich ungewöhnlich verhält, solltet ihr das ernst nehmen." Incas Talent ist dabei keineswegs einzigartig – zahlreiche Studien belegen, dass Hunde verschiedene Krankheiten wie Diabetes, bestimmte Krebsarten oder sogar drohende epileptische Anfälle erschnüffeln können.
Ihre außergewöhnliche Riechfähigkeit, die etwa eine Million Mal sensibler ist als die des Menschen, ermöglicht es Hunden, minimale chemische Veränderungen im Körpergeruch zu erkennen, die mit Erkrankungen einhergehen. Die Geschichte von Colleen Ferguson und ihrer Lebensretterin Inca unterstreicht eindrucksvoll das Potenzial tiergestützter Früherkennung.



