Iran-Experte warnt: Plutonium für 200 Atombomben in Bushehr
Iran: Plutonium für 200 Atombomben in Bushehr?

US-Experte warnt vor Plutonium-Gefahr im Iran

Ein früherer US-Regierungsexperte schlägt Alarm: Im iranischen Atomkraftwerk Bushehr könnte genug Plutonium für mehr als 200 Atombomben lagern. Henry David Sokolski (74) kritisiert, dass sich die internationale Debatte fast ausschließlich auf das Uranprogramm des Irans konzentriere. Dabei gebe es einen zweiten, weniger beachteten Weg zur Bombe: Plutonium.

Plutonium als alternative Option

Laut Sokolski entsteht Plutonium während des Reaktorbetriebs zwangsläufig und sammelt sich im verbrauchten Brennstoff. Dieser sei zwar hochradioaktiv und nicht sofort nutzbar, doch die Gefahr entstehe, wenn der Iran diesen Brennstoff unkontrolliert entfernen und chemisch aufarbeiten könne. Dann würde aus einer theoretischen Möglichkeit ein konkreter Weg zur Atombombe.

Forderung nach strengeren Kontrollen

Der Experte fordert, dass der Iran den verbrauchten Brennstoff nicht eigenmächtig entfernen darf. Internationale Kontrolleure müssten jederzeit überprüfen können, wo sich dieses Material befindet. Nur so lasse sich sicherstellen, dass es nicht für den Bau von Atomwaffen genutzt wird.

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Unbequeme Warnung für Washington

Für die US-Regierung unter Präsident Donald Trump sei dies eine unbequeme Warnung. Wenn sie Irans Atomprogramm stoppen wolle, reiche es nicht, nur die Urananreicherung zu begrenzen. Es müsse jede Option zur Bombe ausgeschlossen werden – auch der Weg über Plutonium aus Bushehr.

Hintergrund: Die Debatte um Irans Atomprogramm

Bislang drehte sich die internationale Diskussion vor allem um Zentrifugen, Anreicherungsgrade und die Frage, wie schnell Teheran an hochangereichertes Uran für eine Bombe kommen könnte. Dabei wird übersehen, dass Plutonium ein ebenso gefährlicher Rohstoff ist. Sokolskis Warnung zeigt, dass die Strategie des Westens möglicherweise eine gefährliche Lücke aufweist.

Die iranische Führung bestreitet stets, Atomwaffen anzuzeigen. Dennoch bleiben die internationalen Sorgen groß. Sollte der Iran tatsächlich in der Lage sein, Plutonium aus Bushehr zu gewinnen, könnte dies das Kräfteverhältnis in der Region dramatisch verändern.

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