Dauerhafte Schenkung: Künstler überlässt Parkinson-Fachklinik 17 eigene Werke
Seit mehr als fünf Jahren prägen die lebendigen und farbenfrohen Kunstwerke von Friedrich Herrmann das Ambiente der Parkinson-Fachklinik an der Alexianer Klinik Bosse in Wittenberg. Ursprünglich als temporäre Dauerausstellung konzipiert, stellte der Künstler seine Bilder der Klinik über diesen langen Zeitraum hinweg kostenlos zur Verfügung. Die Exponate wurden regelmäßig ausgetauscht und bei besonderen Veranstaltungen thematisch eingebunden.
Großzügige Geste schafft besondere Atmosphäre
Nun hat Friedrich Herrmann eine bedeutende Entscheidung getroffen: Er schenkt der Klinik insgesamt 17 seiner Kunstwerke dauerhaft. Diese großzügige Geste wird von der Klinikleitung und den Mitarbeitenden gleichermaßen mit großer Freude aufgenommen. Die überwiegend in Acryltechnik entstandenen Malereien umfassen unter anderem Landschafts- und Naturmotive, die eine freundliche und einladende Atmosphäre auf der Station schaffen.
„Die Kunstwerke von Friedrich Herrmann begleiten unsere Parkinson-Fachklinik bereits seit vielen Jahren und bereichern den Stationsalltag immens“, erklärt Dr. Philipp Feige, Chefarzt der Klinik für Neurologie und neurologische Frührehabilitation sowie Ärztlicher Direktor. „Umso mehr freuen wir uns über seine Entscheidung, uns 17 seiner Werke zu schenken. Diese großzügige Geste schafft nicht nur eine besondere Atmosphäre, sondern kann Patientinnen und Patienten Mut machen, trotz der Erkrankung neue kreative Wege zu gehen.“
Kunst als Weg der Krankheitsverarbeitung
Die Geschichte hinter den Bildern ist besonders bewegend: Im Jahr 2008 erhielt Friedrich Herrmann die Diagnose, an der unheilbaren Krankheit Parkinson erkrankt zu sein. Als Patient der Parkinson-Fachklinik fand er im Rahmen der Ergotherapie Freude an der Malerei und entdeckte einen einzigartigen Weg, seine Erkrankung künstlerisch zu verarbeiten. Aus dieser therapeutischen Beschäftigung entwickelte sich eine tiefe Leidenschaft für die Malerei, die schließlich im Jahr 2021 in einer ersten Ausstellung mündete.
Die nun dauerhaft geschenkten Werke dienen somit nicht nur der ästhetischen Gestaltung der Klinikflure, sondern haben auch eine symbolische und motivierende Funktion. Sie zeigen anderen Parkinson-Betroffenen, dass trotz der Herausforderungen der Erkrankung kreative Ausdrucksmöglichkeiten existieren und neue Wege beschritten werden können. Die Bilder stehen damit beispielhaft für die Verbindung von Kunst, Therapie und Hoffnung in einem medizinischen Umfeld.



