Warum steigt das Brustkrebsrisiko mit dem Alter?
Eine neue Studie der Universitäten Cambridge und Kanada hat mögliche Ursachen für den Anstieg des Brustkrebsrisikos im Alter entdeckt. Die weibliche Brust durchläuft im Laufe der Jahre einen tiefgreifenden inneren Wandel. Die Forscher analysierten über 3,3 Millionen Zellen von 527 Frauen, um die zellulären Prozesse zu verstehen.
Gewebeveränderungen um die Wechseljahre
Besonders um das 50. Lebensjahr, dem typischen Alter der Wechseljahre, zeigt die Studie einen markanten Umbruch. Das Brustgewebe verliert an Dichte, da die Zellzahl abnimmt und sich die Zellen seltener teilen. Die Brust erneuert sich somit langsamer. Zudem verändert sich die Struktur grundlegend: Während Drüsenläppchen und Blutgefäße zurückgehen, breitet sich Fettgewebe stärker aus.
Zellkontakt und Kommunikation
Ein besonderes Detail der Untersuchung ist, dass die Zellen im Alter den direkten Kontakt zueinander verlieren. Sie liegen weiter auseinander, was die Kommunikation zwischen ihnen beeinträchtigen könnte. In jungem Gewebe arbeiten verschiedene Zelltypen eng zusammen, sind dicht beieinander und besser organisiert.
Entzündliches Milieu begünstigt Krebs
Auch das Immunsystem in der Brust verändert sich. Schützende Immunzellen, die Tumore frühzeitig erkennen könnten, werden seltener, während entzündungsfördernde Zellen zunehmen. Dieses entzündliche Klima zusammen mit den strukturellen Veränderungen könnte das Gewebe anfälliger für Krebs machen.
Wichtig zu wissen: Die Studie untersuchte gesundes Gewebe von Brustverkleinerungen. Sie zeigt wichtige Zusammenhänge auf, beweist aber keine direkten Ursachen. Zudem verläuft dieser Prozess bei jeder Frau individuell unterschiedlich schnell.



