Telenotärzte in Sachsen-Anhalt: Ein innovatives Pilotprojekt zeigt erste Erfolge
Seit dem Herbst des Jahres 2024 unterstützen sogenannte Telenotärzte die Rettungsdienste in Halle, dem Saalekreis und Mansfeld-Südharz auf innovative Weise. Von der Leitstelle in Halle aus beraten sie per Videotelefonie das nicht-ärztliche Personal vor Ort und tragen so zu einer effizienteren Patientenversorgung bei.
Wie funktioniert die telemedizinische Unterstützung?
Die Telenotärzte bewerten aus der Ferne die Untersuchungsbefunde, die von den Sanitätern vor Ort erhoben werden. Sie unterstützen bei der Entscheidung über den Einsatz und die Dosierung von Medikamenten und beraten, ob eine Einweisung ins Krankenhaus notwendig ist. Dadurch muss nicht bei jedem Einsatz ein Notarzt persönlich anwesend sein, was Ressourcen schont und die Reaktionszeiten optimieren kann.
Positive Rückmeldungen aus dem Saalekreis
Der Saalekreis hat bereits ein positives Fazit zu dem Pilotprojekt gezogen. Die telemedizinische Unterstützung hat sich in der Praxis bewährt und trägt zur Entlastung der Rettungskräfte bei. Allerdings handelt es sich bisher nur um ein Modellprojekt, dessen Zukunft noch ungewiss ist.
Ausblick und Herausforderungen
Obwohl die ersten anderthalb Jahre vielversprechende Ergebnisse gezeigt haben, steht die dauerhafte Implementierung der Telenotärzte noch in den Sternen. Die Erfahrungen aus Halle, Saalekreis und Mansfeld-Südharz könnten jedoch wegweisend für die zukünftige Ausrichtung der Notfallmedizin in ländlichen Regionen sein.



