Rekordbuch bestätigt: 118-jähriger Brasilianer ist ältester Mensch der Welt
Bei einer Routineüberprüfung in einem Pflegeheim in der kleinen Gemeinde Elói Mendes in Brasilien wurde eine sensationelle Entdeckung gemacht: Der Bewohner Luiz Carlos dos Santos ist nachweislich 118 Jahre alt und damit der älteste lebende Mensch auf unserem Planeten. Das brasilianische Rekordbuch RankBrasil hat diese außergewöhnliche Tatsache nun offiziell bestätigt.
Historische Dokumente belegen Geburtsdatum
Anhand mehrerer historischer Dokumente konnte das Geburtsdatum von Luiz Carlos dos Santos auf den 15. Februar 1908 festgelegt werden. Unter den geprüften Unterlagen befanden sich seine originale Geburtsurkunde, eine Arbeitserlaubnis aus vergangenen Jahrzehnten und verschiedene medizinische Berichte. Bislang hielt die 116-jährige Ethel Caterham aus Großbritannien offiziell den Titel der ältesten lebenden Person.
Der zurückgezogen lebende Mann, der nie Besuch von Familienangehörigen erhielt, war jahrzehntelang in bescheidenen Verhältnissen untergebracht, ohne dass jemand sein wahres Alter kannte. Erst ein Social-Media-Hinweis veranlasste RankBrasil zu einer gründlichen Untersuchung in der Pflegeeinrichtung.
Ein halbes Jahrhundert im selben Heim
Luiz Carlos dos Santos hält noch einen weiteren, wenn auch traurigen Rekord: Er lebt seit über 50 Jahren in derselben Einrichtung – länger als jeder andere Bewohner vor ihm. Am 10. September 1971 wurde der ehemalige Bauer von einem Priester in das Pflegeheim gebracht. Der 118-Jährige hat keine Ehefrau, keine Kinder und verbringt die meiste Zeit allein.
Ungewöhnliche Lebensgewohnheiten trotz hohen Alters
Obwohl Luiz nicht mehr sprechen kann, ist er erstaunlich fit und selbstständig. Die Pfleger berichten, dass er alleine isst, keine Medikamente benötigt und selbstständig umherläuft. Seine tägliche Routine umfasst drei Tassen Kaffee, wobei die letzte erst um 19:30 Uhr getrunken wird. Zudem raucht er weiterhin selbstgedrehte Zigaretten.
Sein Betreuer José Edmilson erzählte im lokalen Fernsehen: „Er mag es nicht, Hilfe anzunehmen. Er hilft lieber allen anderen.“ Selbst während der Corona-Pandemie blieb „der kleine Luiz“, wie er liebevoll genannt wird, gesund. Oft wird er beim Sammeln von Steinen an der frischen Luft beobachtet, und nachts schläft er im Sitzen.
Die Entdeckung dieses außergewöhnlichen Lebens hat international für Aufsehen gesorgt und wirft Fragen über Lebensstil, Genetik und soziale Isolation im hohen Alter auf. Die Pflegeeinrichtung plant nun, dem 118-Jährigen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung zukommen zu lassen, während Forscher sein langes Leben studieren möchten.



