Modernisierung des Rettungsdienstes: Landkreis Ludwigslust-Parchim investiert in neue Fahrzeugflotte
Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung seiner Notfallversorgung unternommen. Zwischen April 2025 und März 2026 hat der LUP-Rettungsdienst insgesamt 26 neue Einsatzfahrzeuge in Dienst gestellt und damit den Fuhrpark grundlegend modernisiert. Die letzten vier Fahrzeuge dieser umfangreichen Beschaffung wurden kürzlich in Schönebeck übernommen und komplettieren die neue Flotte.
Vielfältige Fahrzeugtypen für unterschiedliche Einsätze
Die neue Fahrzeugflotte umfasst verschiedene Spezialfahrzeuge, die auf die unterschiedlichen Anforderungen der Notfallrettung und des Krankentransports abgestimmt sind. Insgesamt wurden 14 neue Rettungstransportwagen (RTW) beschafft, die das Rückgrat der Notfallversorgung bilden. Dazu kommen drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), die speziell für den Transport von Notärzten ausgestattet sind, sowie drei Krankentransportwagen (KTW) für reguläre Patiententransporte.
Besonders flexibel sind die drei neuen Mehrzweckfahrzeuge, die bei Bedarf ebenfalls als Rettungstransportwagen eingesetzt werden können. Zusätzlich wurden drei Kofferwechsel der RTW auf neue Fahrgestelle vorgenommen, was die Lebensdauer der Fahrzeuge verlängert und ihre Einsatzfähigkeit verbessert.
Strukturelle Neuordnung und Kommunalisierung
Die umfangreiche Fahrzeugbeschaffung ist Teil einer größeren strukturellen Neuordnung des Rettungsdienstes im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der Kreistag hatte auf Grundlage mehrerer Entscheidungen in den Jahren 2023 und 2024 die Kommunalisierung des Rettungsdienstes beschlossen. Diese wurde am 1. Januar 2025 notariell besiegelt und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Organisation der Notfallversorgung.
Seit diesem Zeitpunkt führt die LUP-Rettungsdienst gGmbH im Auftrag des Landkreises sowohl die Notfallrettung als auch die Krankentransporte durch. Diese strukturelle Veränderung soll die rettungsdienstliche Versorgung im gesamten Kreisgebiet kontinuierlich verbessern und optimal auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abstimmen.
Substantielle Investitionen in die Zukunft
Für die komplette Beschaffung der 26 neuen Fahrzeuge wurden insgesamt 5,66 Millionen Euro aufgewendet. Diese beträchtliche Investition stärkt nicht nur den materiellen Bestand des Rettungsdienstes, sondern sichert auch langfristig die Qualität der medizinischen Versorgung. Parallel zu den Fahrzeugen wurden etwa eine Million Euro in moderne Tragesysteme investiert, darunter Fahrtragen und Tragestühle.
Diese ergonomisch optimierten Systeme ermöglichen den Einsatzkräften eine sicherere und schonendere Patientenversorgung. Sie reduzieren die körperliche Belastung des Personals und verbessern gleichzeitig den Komfort für die Patienten während des Transports.
Umfangreiche Einsatzbereitschaft im gesamten Kreisgebiet
Mit der neuen Fahrzeugflotte verfügt der LUP-Rettungsdienst nun über insgesamt 21 Rettungstransportwagen, acht Notarzteinsatzfahrzeuge und neun Krankentransportwagen beziehungsweise Mehrzweckfahrzeuge. Darüber hinaus hält die Organisation Reservefahrzeuge und Fahrzeuge für die Schnelleinsatzgruppe Rettungsdienst bereit, die im von den Sozialleistungsträgern genehmigten Umfang weitere 21 Fahrzeuge umfassen.
Im gesamten Kreisgebiet sind Einsatzkräfte an 19 Rettungswachen ständig einsatzbereit. An den Standorten in Boizenburg, Brüel, Crivitz, Hagenow, Ludwigslust, Parchim, Plau am See und Schwinz sind jeweils Notärzte rund um die Uhr verfügbar. Diese arbeiten nach dem sogenannten Rendezvous-System, bei dem sie unabhängig von den Rettungswagen zum Einsatzort fahren und sich dort mit den RTW treffen.
Die neuen Fahrzeuge haben bereits bei ersten Einsätzen ihre Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt, unter anderem bei der Airbeat 2025. Die Modernisierung des Fuhrparks stellt einen wichtigen Schritt zur Sicherstellung einer zeitgemäßen und effizienten Notfallversorgung für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Ludwigslust-Parchim dar.



