Letzter Wunsch erfüllt: Demenzkranker Colin (85) darf am Sterbebett einen Fuchs streicheln
Colin Emmitt, ein 85-jähriger Mann aus Großbritannien, lebt seit zehn Monaten in einem Pflegeheim. Vor sechs Wochen erhielten seine Angehörigen die niederschmetternde Nachricht, dass er nun in Palliativpflege übergegangen ist. Colin leidet an vaskulärer Demenz, einer unheilbaren Erkrankung, die sein Gedächtnis und seine kognitiven Fähigkeiten stark beeinträchtigt. Normalerweise verbringt er seine Tage in einem Zustand des Dösens, doch eine besondere Überraschung sollte ihn plötzlich hellwach werden lassen.
Ein Leben lang für die Liebe zu Füchsen
Schon sein ganzes Leben lang hat Colin eine tiefe Zuneigung zu Füchsen gehegt. Dieser Leidenschaft folgend, äußerte er einen letzten Herzenswunsch: Er möchte am Sterbebett einen Fuchs streicheln. Eine aufmerksame Krankenschwester im Pflegeheim erfuhr von diesem innigen Wunsch und beschloss, ihn zu erfüllen. Sie kontaktierte eine lokale Fuchs-Auffangstation, um nach einem geeigneten Tier zu suchen.
Die emotionale Begegnung mit dem geretteten Fuchs Ben
Die Auffangstation schickte den geretteten Fuchs Ben zu Colin. Die Begegnung war überwältigend emotional. Colin, der sich oft nicht mehr an einfache Dinge wie seine Mahlzeiten erinnern kann, war von Ben fasziniert und streichelte das Tier mit sichtbarer Freude. „Das war ein wunderschöner Moment!“, berichtet eine Pflegekraft. „Der Besuch hat ihn unglaublich beeindruckt – er kann sich nach einer halben Stunde nicht mehr erinnern, was er zum Mittag- oder Abendessen hatte, aber er erinnert sich noch an Ben von vor zwei Wochen. Das ist wirklich rührend und zeigt, wie tief solche Erlebnisse wirken.“
Eine besondere Bindung und ihre Bedeutung
Fuchs Ben hat mittlerweile eine so enge Bindung zu seinem Besitzer in der Auffangstation aufgebaut, dass eine Auswilderung nicht mehr möglich ist. Umso bedeutsamer ist es, dass er Colin in seinen letzten Lebenswochen noch einmal strahlen lassen konnte. Diese Geschichte unterstreicht die Wichtigkeit von individueller Pflege und der Erfüllung letzter Wünsche in der Palliativversorgung. Sie zeigt, wie kleine Gestalten große Freude bereiten können, selbst bei unheilbar erkrankten Menschen.
Die Initiative der Krankenschwester und die Kooperation mit der Fuchs-Auffangstation demonstrieren, dass Menschlichkeit und Empathie im Pflegealltag einen entscheidenden Unterschied machen. Für Colin war dies ein unvergesslicher Moment der Freude in einer schwierigen Zeit.



