Horror-Sturz bei Eisregen: Seniorin findet in Demminer Krankenhaus unerwartete Rettung
Sturz bei Eisregen: Seniorin findet in Demmin Rettung

Horror-Sturz bei Eisregen: Seniorin findet in Demminer Krankenhaus unerwartete Rettung

In den frühen Morgenstunden erreichte Rosi Porath das Kreiskrankenhaus in Demmin. Für die Rentnerin aus Neppermin auf der Insel Usedom war dies zunächst ein Schock. Sie gehört zu den zahlreichen Menschen, die im Februar bei Eisregen und extremer Glätte stürzten und dringend medizinische Hilfe benötigten. Die Notaufnahme des Demminer Krankenhauses war zu dieser Zeit mit vielen Patienten aus der Hansestadt und der gesamten Region überlastet.

Eine Nacht voller Verzweiflung und Schmerzen

„Diese Nacht vom 12. zum 13. Februar war für mich ein wahrer Horror“, berichtet die Seniorin rückblickend. Gegen 18 Uhr am 12. Februar rutschte Rosi Porath auf ihrem Grundstück aus und konnte nicht mehr aufstehen. „Ich robbte bis zu meiner Haustür. Der Eisregen durchnässte mich völlig, ich war verzweifelt“, schildert sie die dramatischen Minuten. Mit letzter Kraft setzte sie einen Notruf ab. „Die Schmerzen wurden unerträglich und mein Bein schwoll zunehmend an“, erinnert sich Porath.

Die Sanitäter befreiten die Seniorin von ihrer nassen Kleidung und brachten sie zunächst in die Wolgaster Klinik. Doch dort erwartete sie eine weitere Enttäuschung: Nach der Röntgenuntersuchung teilte ihr ein Arzt mit, dass eine Operation nicht möglich sei, da die erforderlichen Stabilisatoren nicht vorrätig wären.

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Die Odyssee von Usedom nach Demmin

Was folgte, war eine regelrechte Odyssee durch verschiedene Krankenhäuser. Die Wolgaster Ärzte fragten in der Universitätsklinik Greifswald an, doch diese lehnte eine Übernahme ab. Auch das Stralsunder Krankenhaus war aufgrund der vielen Unfälle an diesem Tag nicht in der Lage, die Seniorin aufzunehmen. „Als mir der Wolgaster Arzt dann mitteilte, Demmin habe zugesagt, mich zu behandeln, flossen die Tränen“, gesteht Rosi Porath.

Die Verlegung in die ferne Peenestadt empfand die betagte Patientin als weitere persönliche Katastrophe. „Demmin war mir völlig unbekannt, und der Weg in die Ferne machte mir Angst“, erklärt sie. „Wieder ab auf die Trage! Die Nacht kam mir endlos vor, und ich fühlte mich allein und hoffnungslos.“

Soforthilfe und professionelle Behandlung in Demmin

Doch in Demmin erwartete die Seniorin eine völlig andere Erfahrung. Sofort nach ihrer Ankunft in der Notfallaufnahme informierte das diensthabende Ärzteteam Dr. Torsten Franck, den Chefarzt der Unfallchirurgie. Der Mediziner traf nachts um 2 Uhr ein und erkannte sofort den Ernst der Lage.

„Es handelte sich um einen offenen Sprunggelenkbruch“, berichtet Dr. Franck. „Auch Innen- und Außenknöchel waren gebrochen. Als Erstes musste sofort eine Operation zur Stabilisierung durchgeführt werden. Wegen der Wundheilung war zu einem späteren Zeitpunkt ein zweiter Eingriff notwendig.“

Rosi Porath wurde nicht nur am Freitag, dem 13., sondern sechs Tage später noch einmal operiert. Ihren anfänglichen Schrecken hat sie mittlerweile überwunden. „Ich bin den Ärzten und dem Pflegepersonal unendlich dankbar“, betont sie. „Die Klinikmitarbeiter bauten mich neu auf. Die Herzlichkeit und Freundlichkeit in diesem Krankenhaus ist erstklassig. So wurde aus meinem Pech ein Glücksfall.“

Geriatrische Früh-Rehabilitation als Schlüssel zum Erfolg

Besonders erfreut zeigt sich die Rentnerin darüber, dass ihre Weiterbehandlung direkt in Demmin erfolgen kann. „Die geriatrische Früh-Reha in unserem Haus macht das möglich“, erläutert Dr. Torsten Franck. Bereits vor der zweiten Operation führten die Ärzte ein erstes Gespräch mit der Patientin über die bevorstehenden Reha-Maßnahmen.

Freya Riedel, Oberärztin der geriatrischen Abteilung, bestätigt: „Frau Porath ist willensstark und macht konsequent mit. Ihr Heilungsprozess verläuft gut, und wenn sie wieder laufen kann, ist das für uns alle ein besonderes Ereignis.“

Rosi Porath zeigt sich von der Rehabilitationseinrichtung sehr angetan. „Die Übungen sind durchdacht“, meint die Seniorin. „Ein großer Dank gebührt den Physiotherapeutinnen um Nicole, die schon die kleinsten Erfolge sehen und darauf aufbauen. Ich fühle mich auch mit den noch nötigen Hilfsmitteln sicher.“

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Geburtstagsfeier im Krankenhaus und kontinuierliche Nachsorge

Während ihrer Behandlung feierte Rosi Porath im Demminer Krankenhaus sogar ihren 75. Geburtstag. Die Klinikmitarbeiter gratulierten ihr herzlich und halfen ihr dabei, die traumatische Unfallnacht zu verarbeiten.

Dr. Torsten Franck betont die Bedeutung der in Demmin angewendeten akut-geriatrischen Komplexbehandlung als Schlüssel zum Erfolg. Der Unfallchirurg lobt besonders die enge Koordination und Abstimmung mit der Physio- und Ergotherapie. Die medizinische Versorgung ende zudem nicht abrupt, wenn die Senioren nach Hause zurückkehren: „Unser Krankenhaus unterstützt die Patienten auch mit der Nachbehandlung nach deren Entlassung“, erklärt der Chefarzt.

Heute blickt Rosi Porath optimistisch in die Zukunft: „Bis zur endgültigen Genesung ist es noch ein weiter Weg, aber dem sehe ich nach der Behandlung in Demmin optimistisch entgegen. Dass alles doch noch gut verlief, habe ich einzig den Demminer Ärzten und dem medizinischen Personal des Krankenhauses zu verdanken.“