Krebsprävention: 14 wissenschaftlich fundierte Wege, Ihr persönliches Risiko zu senken
14 Wege zur Senkung des Krebsrisikos

Krebsprävention: Wie Sie Ihr persönliches Risiko mit 14 wissenschaftlich fundierten Maßnahmen senken können

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa eine halbe Million Menschen neu an Krebs. Laut Experten könnten rund 40 Prozent aller Krebsfälle durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichte zum Weltkrebstag am 4. Februar 2024 ermutigende Zahlen: Die altersbereinigte Krebssterblichkeit ist in den letzten zwei Jahrzehnten gesunken. So lag die Zahl der Krebstoten pro 100.000 Einwohner im Jahr 2024 bei 273,5, während es 2004 noch 322,4 waren. Dieser Rückgang ist vor allem auf verbesserte Behandlungsmethoden, Früherkennungsprogramme und präventive Maßnahmen zurückzuführen.

Altersspezifische Trends in der Krebssterblichkeit

Die Statistiken zeigen deutliche Verbesserungen in verschiedenen Altersgruppen. Bei den 25- bis 29-Jährigen sank die Zahl der tödlichen Krebserkrankungen von 5,9 auf 4,1 pro 100.000 Einwohner. In der Altersgruppe der 40- bis 44-Jährigen ging der Wert von 43,1 auf 29,9 zurück. Besonders ausgeprägt war der Rückgang bei den 45- bis 49-Jährigen: Hier fiel die Rate von 92,4 auf 54,0. Allerdings gibt es Ausnahmen: Bei den 5- bis 9-Jährigen stieg die Sterblichkeit leicht von 2,2 auf 2,4 Fälle pro 100.000, und bei Personen ab 90 Jahren war ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen.

Trotz dieser positiven Entwicklungen stieg die Gesamtzahl der Krebstoten in Deutschland aufgrund der Überalterung der Gesellschaft von 209.300 im Jahr 2004 auf 230.400 im Jahr 2024 – ein Anstieg von 10,1 Prozent. Dies unterstreicht die Bedeutung von Prävention und Früherkennung in allen Lebensphasen.

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Der Europäische Kodex gegen Krebs: 14 evidenzbasierte Empfehlungen

Die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Europäischen Kodex gegen Krebs veröffentlicht, der 14 wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen enthält. Prof. Michael Baumann, Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums, betont: „Der Kodex gegen Krebs bündelt wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen und ist damit ein unverzichtbares Instrument für alle, die ihre Gesundheit aktiv schützen wollen.“ Auch wenn genetische Faktoren eine Rolle spielen können, lohnt sich ein gesunder Lebensstil immer.

Hier sind die 14 Empfehlungen im Detail:

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  1. Nicht rauchen: Verzichten Sie auf Tabakrauch und E-Zigaretten.
  2. Passiv rauchen vermeiden: Halten Sie Ihr Zuhause und Auto rauchfrei.
  3. Übergewicht vorbeugen: Achten Sie auf ein gesundes Gewicht und meiden Sie hochkalorische, zucker- und fettreiche sowie hoch verarbeitete Lebensmittel. Trinken Sie bevorzugt Wasser oder ungesüßte Getränke.
  4. Bewegung integrieren: Bewegen Sie sich täglich und reduzieren Sie Sitzzeiten.
  5. Gesunde Ernährung: Setzen Sie auf Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst. Reduzieren Sie den Verzehr von rotem Fleisch und vermeiden Sie verarbeitetes Fleisch wie Wurst.
  6. Alkohol meiden: Verzichten Sie möglichst auf alkoholische Getränke.
  7. Stillen fördern: Frauen sollten möglichst lange stillen.
  8. Sonnenschutz beachten: Vermeiden Sie übermäßige Sonneneinstrahlung, besonders bei Kindern, und verwenden Sie Sonnencreme. Solarien sollten gemieden werden.
  9. Arbeitsplatzrisiken minimieren: Informieren Sie sich über krebserregende Faktoren am Arbeitsplatz und fordern Sie Schutzmaßnahmen ein. Befolgen Sie Sicherheitsvorschriften.
  10. Radongas überprüfen: Radon ist ein unsichtbares radioaktives Gas. Informieren Sie sich über das Vorkommen in Ihrer Umgebung und holen Sie bei Bedarf professionelle Hilfe.
  11. Luftverschmutzung reduzieren: Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad statt des Autos. Vermeiden Sie Kohle- oder Holzöfen zum Heizen.
  12. Infektionen vorbeugen: Lassen Sie Kinder gegen Hepatitis B und HPV impfen. Erwachsene sollten Tests für Hepatitis B und C, HIV und Helicobacter pylori in Betracht ziehen.
  13. Hormonersatztherapie begrenzen: Frauen, die eine Hormonersatztherapie nutzen, sollten diese möglichst kurz halten.
  14. Regelmäßige Vorsorge: Nehmen Sie Krebsvorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahr.

Diese Maßnahmen bieten einen umfassenden Ansatz, um das Krebsrisiko zu senken und die Gesundheit langfristig zu fördern. Durch die Kombination von Lebensstilanpassungen und medizinischer Vorsorge können viele Krebserkrankungen verhindert oder früh erkannt werden.