Lily Collins: Schauspielerin spricht über Essstörung und lobt Hilfsorganisationen
Lily Collins über Essstörung: Furcht und Heilung

Lily Collins: Offenheit über Essstörung als furchterregende und lohnenswerte Erfahrung

Die Schauspielerin Lily Collins, bekannt aus der Serie "Emily in Paris", hat sich erneut zu ihrem langjährigen Kampf mit einer Essstörung geäußert. In einem aktuellen Instagram-Post anlässlich der "Eating Disorder Awareness Week", einer Woche des Bewusstseins für Essstörungen, beschreibt die 36-Jährige, wie beängstigend, aber auch wichtig es für sie ist, über dieses Thema zu sprechen.

Von der Magersucht zur öffentlichen Aufklärung

Collins litt in der Vergangenheit unter Magersucht und betont nun, dass niemand im Stillen oder in Scham leiden müsse. "Über meine Essstörungsgeschichte zu sprechen und mich zu öffnen, war und ist eine der furchterregendsten, aber auch lohnenswertesten Erfahrungen meines Lebens", schreibt sie. Bereits nach ihrer Rolle im Film "To the Bone" aus dem Jahr 2017, in dem sie die anorektische Ellen spielte, hatte die Schauspielerin offen über ihren persönlichen Kampf berichtet.

Mit dieser Rolle konnte sie ihre eigene Geschichte und die vieler anderer Betroffener erzählen. "Wenn ich mit meiner Geschichte auch nur einer Person auf ihrem Weg zur Genesung helfen kann, hat es sich mehr als gelohnt", erklärt Collins. Sie setzt sich aktiv für mehr Bewusstsein und Verständnis im Zusammenhang mit Essstörungen ein.

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Genesung als fortlaufender Prozess und Lob für Hilfsorganisationen

Die Schauspielerin betont, dass die Genesung für jeden Menschen unterschiedlich verläuft und ein fortlaufender Prozess ist, der nie ganz abgeschlossen sei. In ihrem Beitrag lobt sie ausdrücklich die US-Organisation Neda, die sich für Aufklärung, Prävention und Unterstützung bei Essstörungen einsetzt. Collins bezeichnet die Arbeit von Neda als "lebensrettend".

In ihrer Essaysammlung "Unfiltered" aus dem Jahr 2017 hatte Collins bereits detailliert über ihre Vergangenheit geschrieben. Ihr Kampf mit Anorexie und Bulimie begann, als sich ihr Vater, der Sänger Phil Collins, von ihrer Stiefmutter trennte, als sie 16 Jahre alt war. In ihrer Model- und Schauspielkarriere drehte sich alles um ihr Aussehen, und Essen wurde zu einer lästigen Pflicht und Strafe.

Essstörungen in Gesellschaft und Medien

Heute werden Essstörungen in sozialen Medien oft verharmlost, doch das Phänomen ist historisch tief verwurzelt. Schon Ende des 19. Jahrhunderts traten sogenannte "Hungerkünstler" in Zirkuszelten, Theatersälen und Restaurants auf, was zeigt, wie der Magerwahn zur Mode wurde. Collins' Offenheit soll dazu beitragen, dieses ernste Thema aus der Tabuzone zu holen und Betroffenen Mut zu machen.

Die Schauspielerin bleibt mit ihrer Botschaft klar: Aufklärung und Unterstützung sind entscheidend, um das Leiden vieler Menschen zu lindern und Heilungswege zu ebnen.

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