Der frühere Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Ralph Krueger hat seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht. Der 66-Jährige, der einst auch für die deutsche Nationalmannschaft spielte, erhielt die Diagnose im Herbst 2024. In einem Interview mit CH Media sprach Krueger offen über seinen Gesundheitszustand und die Herausforderungen, die die unheilbare Nervenkrankheit mit sich bringt.
Diagnose und erste Symptome
Krueger berichtete, dass die ersten Anzeichen kurz nach seinem 65. Geburtstag auftraten. „Von einem Tag auf den anderen zitterte meine Hand“, schilderte er den Beginn der Erkrankung. Zunächst unterschätzte er die Symptome und suchte erst zwei Monate später einen Arzt auf. Die endgültige Diagnose folgte im November 2024. „Dieser Tag hat vieles verändert“, sagte Krueger und beschrieb das Gefühl, zum ersten Mal keine Kontrolle mehr über seinen Körper zu haben.
Umgang mit der Krankheit
Trotz der niederschmetternden Nachricht versucht der ehemalige Nationaltrainer, positiv zu bleiben. „Ich lasse mich nicht darauf reduzieren. Diese Krankheit ist ein Teil von mir – aber nicht alles“, betonte er. Parkinson ist zwar nicht heilbar, aber behandelbar. Krueger setzt konsequent auf Bewegung, um die Symptome zu lindern. „Ich bin sportlich wie nie“, erklärte er und berichtete von täglichen Sporteinheiten über mehrere Stunden. Die Lebenserwartung verändere sich kaum, wohl aber die Lebensqualität, so Krueger.
Kruegers Karriere
Ralph Krueger ist Deutsch-Kanadier und besitzt auch die Schweizer Staatsbürgerschaft. Als aktiver Eishockeyspieler lief er in Deutschland für Düsseldorf, Schwenningen und Iserlohn auf. 1981 debütierte er für die deutsche Nationalmannschaft. Zehn Jahre später begann seine Trainerkarriere, erste Erfolge feierte er in Österreich. Von 1998 bis 2010 betreute er das Schweizer Nationalteam. Mit seiner Offenheit möchte Krueger anderen Betroffenen Mut machen und zeigen, dass ein aktives Leben trotz der Diagnose möglich ist.



