Berlinale-Mitarbeiter bekräftigen Unterstützung für Festivaldirektorin Tricia Tuttle
Mehr als 500 Beschäftigte der Internationalen Filmfestspiele Berlin haben sich in einem gemeinsamen Statement klar hinter Festivaldirektorin Tricia Tuttle positioniert. In dem Schreiben, das sich direkt an den Aufsichtsrat der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB) richtet, betonen die Mitarbeiter ihre volle Unterstützung für die Intendantin.
Ein klares Bekenntnis des gesamten Teams
„Wir – das Team der Berlinale, egal ob fest angestellt, auf Vertrag, als Freelancer und kooperierende Institutionen – kommen aus ganz unterschiedlichen Ecken, aber in einer Sache sind wir uns absolut einig: Wir stehen voll und ganz hinter der großartigen Tricia Tuttle als unserer Intendantin“, heißt es in dem Statement wörtlich. Die Mitarbeiter loben Tuttle ausdrücklich für ihre Führungsqualitäten und ihr Engagement.
„Man kann es nicht anders sagen: Der KBB-Aufsichtsrat hätte keine bessere Wahl treffen können. Tricia ist klug, handelt fair und hat immer ein offenes Ohr. Niemand brennt mehr für die Werte, die dieses Festival für das Kino hier in Deutschland und weltweit so wichtig machen“, fügen die Unterzeichner hinzu.
Zukunft von Tuttle bleibt weiterhin ungewiss
Trotz dieser deutlichen Unterstützung aus den eigenen Reihen bleibt die Zukunft von Tricia Tuttle als Festivaldirektorin ungewiss. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge steht im Raum, dass Tuttles Amtszeit vorzeitig enden könnte. Bei einer außerordentlichen Krisensitzung zur Berlinale im Kanzleramt wurde nach Angaben der Bundesregierung jedoch keine Entscheidung über die Zukunft der Intendantin getroffen.
Ein Sprecher von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bestätigte: „Heute Morgen fand eine Aufsichtsratssitzung der KBB GmbH im Kanzleramt statt. Thema war die Berlinale. Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale werden in den kommenden Tagen zwischen der Intendantin, Tricia Tuttle, und dem Aufsichtsratsgremium fortgesetzt.“
Die Mitarbeiter der Berlinale hatten ihre Solidarität mit Tuttle bereits während der außerordentlichen Sitzung vor dem Kanzleramt zum Ausdruck gebracht. Das gemeinsame Statement unterstreicht nun noch einmal die breite Unterstützung, die Tuttle innerhalb des Festivalteams genießt. Die kommenden Tage werden zeigen, ob diese Rückendeckung ausreichend ist, um ihre Position als Festivaldirektorin zu sichern.



