César-Verleihung 2026: „Was uns verbindet“ als bester Film, Jim Carrey mit Ehrenpreis
César-Preise: „Was uns verbindet“ gewinnt, Carrey geehrt

César-Verleihung 2026: Große Erfolge und politische Akzente in Paris

Bei der diesjährigen Verleihung der César-Preise in der Pariser Konzerthalle Olympia gab es bedeutende Auszeichnungen, emotionale Momente und deutliche politische Statements. Das Drama „Was uns verbindet“ von Regisseurin Carine Tardieu wurde als bester Film gekürt und erhielt zusätzlich den Preis für das beste Originaldrehbuch. Der kanadisch-amerikanische Schauspieler Jim Carrey wurde mit dem Ehren-César für sein Lebenswerk ausgezeichnet und erhielt minutenlange Standing Ovations.

Preisträger und künstlerische Höhepunkte

Der Film „Was uns verbindet“ erzählt die berührende Geschichte einer unabhängigen Mittfünfzigerin, deren geordneter Alltag durch die Begegnung mit einem jungen, trauernden Vater ins Wanken gerät. Die Regie-Trophäe ging an Richard Linklaters „Nouvelle Vague“, eine Hommage an die legendäre französische Filmströmung. Da Linklater nicht anwesend war, überreichte David Cronenberg den Preis an Hauptdarsteller Guillaume Marbeck.

In den Schauspielkategorien wurden Léa Drucker für ihre Leistung im Polizeidrama „Dossier 137“ und Laurent Lafitte für seine Rolle in „Die reichste Frau der Welt“ ausgezeichnet. Als bester ausländischer Film erhielt „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson den César. Die Actionkomödie mit Leonardo DiCaprio und Sean Penn, die bereits vier Golden Globes gewann und für 13 Oscars nominiert ist, porträtiert eine Gruppe politischer Desperados in den USA.

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Jim Carreys bewegende Dankesrede

Jim Carrey nahm den Ehrenpreis persönlich entgegen und bedankte sich in fließendem Französisch bei den Wegbegleitern seiner Karriere. Der 64-jährige Star, bekannt durch Filme wie „Die Truman Show“ und „Die Maske“, verwies dabei auf seine französischen Wurzeln: Unter seinen Vorfahren befand sich vor etwa 300 Jahren ein Franzose. Carreys extrem körperliche Komik und sein schauspielerisches Ausdrucksvermögen haben ihm internationalen Ruhm eingebracht.

Politische Botschaften und Kontroversen

Die César-Gala war auch von politischen Äußerungen geprägt. Die iranisch-französische Schauspielerin Golshifteh Farahani würdigte das iranische Volk in seinem Kampf für Freiheit und betonte dessen zukünftigen Sieg trotz mangelnder Unterstützung durch die Weltmächte.

In einer deutlichen Reaktion auf die Berlinale-Debatte um Politik im Film, die durch Jurypräsident Wim Wenders‘ Aussage ausgelöst wurde, erklärten die Preisträger des besten Dokumentarfilms „Das Flüstern der Wälder“: „Alles ist politisch, und wir handeln politisch.“ Der Film thematisiert die bedrohte Flora und Fauna der Vogesen und appelliert an den Naturschutz.

Der César, Frankreichs nationaler Filmpreis, ist nach dem Bildhauer César Baldaccini benannt und wird seit 1976 verliehen. Die diesjährige Veranstaltung unterstrich erneut die Bedeutung des französischen Kinos und seine Verbindung zu gesellschaftspolitischen Themen.

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