Deutscher Filmpreis: Die Nominierten für die Goldene Lola stehen fest
Deutscher Filmpreis: Nominierungen für Goldene Lola bekannt

Deutscher Filmpreis: Die Nominierten für die Goldene Lola stehen fest

Zwei Monate vor der feierlichen Verleihung des Deutschen Filmpreises hat die Deutsche Filmakademie die Nominierungen bekannt gegeben. Das Drama „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski geht mit beeindruckenden elf Nominierungen als Favorit ins Rennen. Der Film ist in den wichtigsten Kategorien wie bester Spielfilm, beste Regie und bestes Drehbuch vertreten.

Die Top-Kandidaten im Überblick

Neben dem Spitzenreiter konnten sich weitere herausragende Produktionen durchsetzen:

  • Das Politdrama „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak erhielt neun Nominierungen.
  • Die Buchverfilmung „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Simon Verhoeven und das Drama „Das Verschwinden des Josef Mengele“ von Kirill Serebrennikow wurden jeweils siebenmal nominiert.

Insgesamt konkurrieren sechs Filme um die begehrte Goldene Lola für den besten Spielfilm. Zu den weiteren Nominierten zählen das Drama „Amrum“ von Fatih Akin und die Literaturverfilmung „22 Bahnen“ von Mia Maariel Meyer.

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Eine besondere Nominierung für Senta Berger

Ein besonderes Highlight ist die Nominierung von Schauspiellegende Senta Berger als beste Hauptdarstellerin für ihre rührende Rolle in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“. Die 84-Jährige, die sich kürzlich von einem komplizierten Oberschenkelbruch erholen musste, spielt in dem Film unter der Regie ihres Sohnes. Nachdem sie bereits den Ehrenpreis der Filmakademie erhalten hat, könnte sie nun mit einer Lola als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet werden.

In der Kategorie beste Hauptdarstellerin sind neben Berger auch Özgü Namal für „Gelbe Briefe“ und Luna Wedler für „22 Bahnen“ nominiert. Als bester Hauptdarsteller stehen Bruno Alexander, August Diehl und Tansu Biçer zur Wahl.

Weitere Preise und Hintergründe

Bereits feststehen einige Sonderpreise: Regisseur Wim Wenders erhält den Ehrenpreis, während „Das Kanu des Manitu“ von Michael „Bully“ Herbig als besucherstärkster Film ausgezeichnet wird. Im vergangenen Jahr gewann der Thriller „September 5“ über das Olympia-Attentat 1972 die Goldene Lola.

Die Verleihung findet am 29. Mai in Berlin statt und wird von Christian Friedel moderiert. Die Gala wird zeitversetzt im Ersten übertragen. Die Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmen ähnlich wie bei den Oscars über die Preisträger ab.

Akademiepräsident Florian Gallenberger betonte die Bedeutung, junge Menschen stärker an Filme heranzuführen, wie es in Ländern wie Frankreich praktiziert wird. Der Deutsche Filmpreis, früher mit rund drei Millionen Euro dotiert, dient heute vorrangig der Filmförderung.

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