Neue Harry Potter-Serie: Ralph Fiennes nicht als Lord Voldemort - Tilda Swinton als weibliche Alternative?
London – In der Welt der Zauberer und Muggel steht ein bedeutender Wechsel bevor: Ralph Fiennes wird nicht als Lord Voldemort in der kommenden HBO-Verfilmung der Harry Potter-Bücher zurückkehren. Der 62-jährige Schauspieler, der in den Kinofilmen das Gesicht des dunklen Lords prägte, äußerte sich in der BBC-Sendung "Claudia Winkleman Show" wehmütig über das ausbleibende Comeback.
"Dieses Schiff ist abgefahren"
"Ich glaube, dieses Schiff ist abgefahren", erklärte Fiennes bezüglich einer möglichen Rückkehr als "der, dessen Name nicht genannt werden darf". Interessanterweise war der walisische Star lange Zeit offen für eine Wiederaufnahme der Rolle. Nach dem Ende der erfolgreichen Filmreihe wurde er sogar angefragt, ob er erneut in die ikonische Figur schlüpfen würde.
Seine damalige Antwort fiel durchaus positiv aus: "Ja, ich würde das liebend gern tun." Doch daraus wurde nichts. "Dann ist einfach nichts geschehen", bedauerte Fiennes. Seitens der Produzenten herrschte Funkstille - kein Angebot, keine weiteren Gespräche.
Tilda Swinton als mögliche Nachfolgerin
Ohne konkreten Vorschlag lässt Ralph Fiennes die Fans jedoch nicht zurück. Seine Idee: Die renommierte Schauspielerin Tilda Swinton könnte die Rolle übernehmen. "Sie wurde irgendwo als mögliche Kandidatin erwähnt - und ich finde, sie wäre großartig", schwärmte Fiennes.
Tatsächlich verfügt die 64-jährige Britin über umfangreiche Erfahrung mit düsteren und mysteriösen Rollen. In "Die Chroniken von Narnia" verkörperte sie die eisige Weiße Hexe, bei Marvel den geheimnisvollen "Ancient One". Kaum eine Darstellerin verkörpert so überzeugend das Unheimliche, Fremde und Bedrohliche wie Swinton.
Bekannte Zusammenarbeit und britische Herkunft
Die beiden Schauspieler kennen sich bestens aus gemeinsamen Projekten. Fiennes und Swinton standen bereits in Filmen wie "Grand Budapest Hotel" und "A Bigger Splash" gemeinsam vor der Kamera. Ein weiterer Pluspunkt: Als Britin erfüllt Swinton eine Grundvoraussetzung für Autorin Joanne K. Rowling, die bekanntlich Wert auf britische Besetzungen legt.
Allerdings stellt sich die Frage, ob Rowling mit ihrer eher konservativen Haltung in Geschlechterfragen einer Frau in der Rolle des dunklen Lords zustimmen würde. Diese Entscheidung könnte durchaus kontrovers diskutiert werden.
Langer Weg bis zur Voldemort-Besetzung
Die geplante HBO-Serie will jedes Harry Potter-Buch in eine eigene Staffel verwandeln, was bedeutet, dass Geduld gefragt ist. Lord Voldemort taucht in der Geschichte erst nach und nach richtig auf. Im ersten Teil ist er kaum mehr als ein Schatten seiner selbst, später erscheint er mehr als Schlange denn als Mensch.
Erst im vierten Band, "Der Feuerkelch", kehrt er in voller Gestalt zurück. Daher könnte es noch Jahre dauern, bis die Rolle überhaupt neu besetzt werden muss. Ein Name steht bereits fest nicht zur Verfügung: Cillian Murphy, Star von "Oppenheimer", hat klar gestellt: "Ich bin es definitiv nicht."
Starttermin und Ausblick
Fest steht bisher, dass die neue Harry Potter-Serie am 25. Dezember 2026 starten soll. Bis dahin bleibt viel Raum für Spekulationen über die Besetzung der Schlüsselrolle. Die Diskussion um eine mögliche weibliche Interpretation von Lord Voldemort wird die Fan-Community sicherlich noch lange beschäftigen.
Die Entscheidung der Produzenten wird nicht nur künstlerische, sondern auch gesellschaftspolitische Dimensionen haben - besonders im Hinblick auf Rowlings bekannte Positionen. Eines ist sicher: Die Erwartungen an die Neuverfilmung des Kultwerks sind enorm hoch.



