Conan O'Brien eröffnet Oscar-Gala mit kontroversen Spitzen
Der erfahrene Moderator Conan O'Brien (62) hat die diesjährige Oscar-Verleihung in Los Angeles mit einem bissigen Eröffnungsmonolog gestartet, der gleich mehrere kontroverse Themen aufgriff. Besonders im Fokus stand dabei der Hollywood-Star Timothée Chalamet, der mit einer unglücklichen Bemerkung über Oper und Ballett für Aufregung gesorgt hatte.
Angriff auf Chalamets Opern-Statement
O'Brien nutzte die strengen Sicherheitsvorkehrungen der Veranstaltung für einen Seitenhieb auf Chalamet. „Mir wurde gesagt, dass es Bedenken hinsichtlich Angriffen sowohl aus der Opern- als auch aus der Ballettwelt gibt“, scherzte der Comedian mit deutlichem Bezug auf die umstrittenen Äußerungen des Schauspielers. Chalamet, der für seine Rolle als ehrgeiziger Tischtennisspieler in „Marty Supreme“ als bester Hauptdarsteller nominiert ist, hatte in einer Gesprächsrunde mit Matthew McConaughey erklärt, er wolle nicht in Bereichen wie Ballett oder Oper arbeiten – „Dinge, bei denen man sagt, 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert'“.
Obwohl Chalamet später betonte, größten Respekt für die „Ballett- und Opernleute da draußen“ zu haben und scherzhaft hinzufügte, er sei nun in der Zuschauergunst wohl abgesackt, reagierten große Opernhäuser mit einer Mischung aus Witz und deutlicher Kritik auf die Äußerung des Oscar-Anwärters.
Bezug zum Epstein-Skandal
In seinem rund 20-minütigen Eröffnungsmonolog griff Conan O'Brien auch den aktuellen Skandal um die Epstein-Files auf. Der Moderator wies darauf hin, dass zum ersten Mal seit 2012 keine britischen Schauspieler für die Preise als bester Hauptdarsteller oder beste Hauptdarstellerin nominiert seien. Mit trockenem Humor fügte er hinzu: „Ein britischer Sprecher hat gesagt: 'Zumindest verhaften wir unsere Pädophilen'“ – eine klare Anspielung auf die kontroversen Enthüllungen der Epstein-Dokumente.
Zweite Oscar-Moderation für O'Brien
Für Conan O'Brien markiert diese Gala bereits die zweite Moderation der prestigeträchtigen Oscar-Verleihung. „Es ist toll, wieder dabei zu sein“, erklärte der Comedian zu Beginn der Veranstaltung. Mit typischem Sarkasmus erinnerte er an seine vorherige Moderation: „Als ich letztes Jahr moderierte, stand Los Angeles in Flammen. Aber dieses Jahr läuft alles super.“
Zum Abschluss seines Monologs richtete O'Brien einen optimistischen Appell an das versammelte Hollywood-Publikum: „Lasst uns feiern, nicht weil wir denken, dass alles gut ist, sondern weil wir arbeiten und auf Besseres hoffen.“ Damit setzte der Moderator einen nachdenklichen Schlusspunkt unter einen Abend, der von kontroversen Themen und humorvollen Attacken geprägt war.



