Polizeiruf 110 München: Rätselhafte Geständnisse und ein mysteriöser Anwalt
Polizeiruf 110 München: Rätselhafte Geständnisse

Polizeiruf 110 München: Rätselhafte Geständnisse und ein mysteriöser Anwalt

Ein rasanter Sportwagenunfall mit tödlichem Ausgang für einen Radfahrer und eine Frauenleiche, die nach zwei Jahren im Isarwehr auftaucht – der neue Münchner „Polizeiruf 110: Ablass“ wirft zahlreiche Fragen auf. In beiden Fällen gibt es geständige Täter, doch die Kommissare Cris Blohm und Dennis Eden hegen erhebliche Zweifel an der Wahrheit dieser Aussagen. Welche Rolle spielt dabei der undurchsichtige Schicki-Micki-Anwalt August Schellenberg?

Zwei Fälle mit widersprüchlichen Geständnissen

Die Folge „Ablass“ des Bayerischen Rundfunks, die am Sonntag, den 15. März, um 20.15 Uhr im Ersten und anschließend in der ARD-Mediathek läuft, präsentiert zwei scheinbar gelöste Fälle, die bei näherer Betrachtung nicht zusammenpassen. Beim Raserunfall mit dem Sportwagen der wohlhabenden Familie Assauer meldet sich der arbeitslose Victor Reisinger als Dieb und Unfallfahrer. Parallel dazu wird die zerstückelte Leiche einer jungen Frau aus der Isar geborgen, obwohl der Asylbewerber Léon Kamara bereits vor zwei Jahren gestanden hatte, den leblosen Körper zerstückelt und entsorgt zu haben.

Johanna Wokalek und Stephan Zinner stehen erneut als Ermittler-Duo vor der Kamera, während Tobias Moretti den undurchsichtigen Anwalt August Schellenberg verkörpert, der die Münchner Schickeria in Justizangelegenheiten vertritt. Die reichen Assauers weisen bei Nachfragen der Kommissare jede Schuld am Unfall empört von sich und zeigen sich über die Banalitäten des Alltags erhaben.

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Dreharbeiten in echter Justizvollzugsanstalt

Ein besonderes filmisches Element sind die Dreharbeiten in der Justizvollzugsanstalt Laufen-Lebenau im Landkreis Berchtesgadener Land. Die Produzenten Uli Aselmann und Sophia Aldenhoven betonen, dass die Genehmigung des Justizministeriums erforderlich war und besondere Schutzmaßnahmen für Gefangene und Personal galten. „Die Atmosphäre eines echten Gefängnisses lässt sich filmisch kaum künstlich nachbilden“, so die Produzenten. In den tristen und beklemmenden Szenen sitzt Léon Kamara, dargestellt von Yoli Fuller, in Haft für eine Tat, die er möglicherweise nicht begangen hat.

Gesellschaftskritische Themen und Inspiration

Der Krimi setzt sich intensiv mit Fragen von Schuld, Wahrheit und Sühne auseinander und thematisiert das zweierlei Maß in der Gesellschaft. Regisseur und Drehbuchautor Christian Bach ließ sich vom aktuellen Weltgeschehen inspirieren, wo „wieder das Recht der Stärkeren gilt, wo Politik, Moral und Gerechtigkeit als Deal betrachtet werden“. Die abgründigen Deals der Starken und die widersprüchlichen Geständnisse halten die Zuschauer in spannender und intelligenter Erzählweise in Atem.

Die Ermittler Blohm und Eden stehen vor der Herausforderung, die wahren Hintergründe der Fälle aufzudecken, während sie mit undurchsichtigen Charakteren und gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten konfrontiert werden. Die Folge verspricht nicht nur spannende Unterhaltung, sondern auch tiefgründige Reflexionen über Gerechtigkeit und Wahrheit.

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