Sandra Hüllers Hollywood-Debüt: Ein gelungener SciFi-Film mit Ryan Gosling trotz bekannter Weltuntergangs-Thematik
Sandra Hüllers Hollywood-Debüt: SciFi-Film mit Ryan Gosling

Sandra Hüllers Hollywood-Debüt: Ein gelungener SciFi-Film mit Ryan Gosling trotz bekannter Weltuntergangs-Thematik

Sven Geißelhardt | 18. März 2026 - 18:55 Uhr

Sandra Hüller hat es geschafft: Sie feiert mit 'Der Astronaut - Project Hail Mary' ihr Hollywood-Debüt an der Seite von Ryan Gosling. Ein überaus gelungener Auftritt in der Traumfabrik, der in einem spannenden und intelligenten Science-Fiction-Film mündet. Doch die Frage bleibt: Braucht es wirklich einen weiteren Film über ein Weltuntergangsszenario, dessen Lösung im Weltall liegt? Die Antwort lautet eindeutig ja – zumindest, wenn es um diesen neuen Blockbuster geht.

Die Handlung: Ein klassisches SciFi-Szenario mit neuer Tiefe

Die Erde steht erneut vor dem filmischen Ende, da die Sonne an Kraft verliert. Ein Molekularbiologe, gespielt von Ryan Gosling, wird von Projektleiterin Sandra Hüller im Auftrag der European Space Agency mit einem One-Way-Ticket ins All geschickt, um in einem nahegelegenen Sonnensystem nach einer Rettungslösung zu forschen. Dort trifft er auf einen Außerirdischen, dessen Welt vom gleichen Problem betroffen ist. Gemeinsam kämpfen sie um ihr Überleben und ihre Heimat.

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Die Grundhandlung mag klischeehaft wirken und wurde in ähnlicher Form bereits erzählt. Doch Regisseure Phil Lord und Christopher Miller setzen nicht auf übertriebene Action und spektakuläre Effekte. Stattdessen verleihen sie der Verfilmung des Romans von Andy Weir einen realistischen, fast irdischen Charakter. Biologische, chemische und physikalische Grundlagen werden ebenso thematisiert wie die zwischenmenschlichen Beziehungen.

Emotionale Momente und herausragende Leistungen

Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der Freundschaft zwischen Astronaut und Alien. Nach der ersten Begegnung mit dem fünfbeinigen Steinwesen ohne Gesicht wird viel Zeit der Entschlüsselung einer gemeinsamen Sprache gewidmet. Diese Annäherung erinnert an humorvolle Szenen aus 'Die Känguru-Chroniken' und führt zu emotionalen Momenten, die Zuschauer zu Tränen rühren können – etwa wenn der Astronaut seinem interstellaren Kollegen das Umarmen beibringt.

Ryan Gosling liefert eine gewohnt gute Performance, doch Sandra Hüller spielt ihn an die Wand. Für die deutsche Schauspielerin ist dies der erste große Auftritt in einem Hollywood-Film, nachdem sie 2025 für 'Anatomie eines Falls' eine Oscar-Nominierung erhielt. Als kompromisslose, faktenorientierte Entscheiderin Eva Stratt sorgt sie trotz fehlender Ironie für lustige Momente, bleibt dabei aber stets sympathisch.

Ein Film, der den richtigen Ton trifft

'Der Astronaut - Project Hail Mary' setzt im modernen Science-Fiction-Genre auf Realismus statt auf actiongeladene Szenarien wie in 'Star Wars' oder 'Avatar'. Ähnlich wie in 'Gravity', 'Interstellar' oder 'Der Marsianer' wird der Eindruck erweckt, dass Zuschauer die Grundlagen der Astro- und Quantenphysik verstehen können. Der Film konzentriert sich auf die Entwicklung der Figuren: Statt unfehlbarer Helden sind es Wissenschaftler, die Fehler machen und sehr menschlich agieren – selbst in einer außerirdischen Umgebung.

Insgesamt beweist Sandra Hüller mit diesem Debüt, dass sie das Zeug zum nächsten großen Star in Hollywood hat. Der Film mag ein bekanntes Thema aufgreifen, doch durch seine emotionale Tiefe und realistischen Ansätze überzeugt er voll und ganz.

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