„Der Super Mario Galaxy Film“: Visuelles Spektakel mit erzählerischen Schwächen
Super Mario Galaxy Film: Buntes Spektakel, wenig Tiefe

Super Mario springt erneut auf die Leinwand

Seit mehr als vier Jahrzehnten begeistert Super Mario als ikonische Videospielfigur aus dem Hause Nintendo Millionen von Spielern weltweit. Nach dem großen Erfolg von „Der Super Mario Bros. Film“ im Jahr 2023 wagt sich der berühmte Klempner nun erneut ins Kino. Ab dem 1. April startet „Der Super Mario Galaxy Film“ in den deutschen Kinos – doch die Frage bleibt: Kann die Fortsetzung an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen oder bleibt sie hinter den Erwartungen zurück?

Handlung: Rettungsmission im Weltall

Nachdem Mario, Luigi und Prinzessin Peach im ersten Film den Bösewicht Bowser besiegt haben, kehrt zunächst Frieden im Pilzkönigreich ein. Doch die Ruhe währt nicht lange: Ein Hilferuf aus den Tiefen des Alls erreicht Peach. Prinzessin Rosalina wurde von niemand Geringerem als Bowser Jr. entführt. Peach macht sich sofort auf den Weg, um ihre Freundin zu retten, und stößt dabei auf Geheimnisse ihrer eigenen Vergangenheit. Mario und Luigi unterstützen sie, so gut es im allgegenwärtigen Chaos möglich ist.

Optisches Feuerwerk mit technischer Brillanz

Regisseur Matthew Fogel setzt erneut auf quietschbunte Animation, rasante Action und eine Flut von Anspielungen auf bekannte Nintendo-Welten. Optisch ist der Film ein absolutes Spektakel: Die Farben, Effekte und das Design sind so opulent gestaltet, dass man sich kaum daran sattsehen kann. Besonders eine Szene mit herabregnenden Sternschnuppen bleibt im Gedächtnis haften – die Kombination aus Animation, Licht und Farbspiel wirkt wahrhaft märchenhaft. In dieser Disziplin lässt der Film selbst große Konkurrenten wie Disney Pixar erstaunlich alt aussehen.

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Fanservice und versteckte Details

Dank der langen Nintendo-Historie bietet der Film von der ersten Minute an eine Fülle versteckter Details. Wer genau hinschaut, kann die Leinwand regelrecht nach Referenzen absuchen. Aber auch weniger aufmerksame Zuschauer bekommen reichlich Fan-Service geboten. Musikalisch setzt der Film auf bekannte Sounds und Melodien aus den Spielen, inklusive des ikonischen Röhren-Geräuschs. Zwischendurch wechselt die Darstellung sogar in eine pixelige 2D-Optik, die stark an die NES-Zeiten erinnert.

Erzählerische Schwächen und Reizüberflutung

Audiovisuell beeindruckt der Film auf ganzer Linie, doch macht das automatisch einen guten Film? Das Erzähltempo ist extrem hoch, die Handlung gönnt sich praktisch keine Pause. Selbst zwischen Action-Sequenzen wird pausenlos ein Gag nach dem anderen abgefeuert. Allerdings zünden diese Witze längst nicht alle – oft setzen sie eher auf Lautstärke, abgedroschene Zeitlupen und Tempo statt auf echte Kreativität. Genau hier liegt das Kernproblem: Eine wirkliche Geschichte ist kaum noch erkennbar.

Stattdessen reiht der Film eine immer hektischere Abfolge von Ereignissen aneinander. Die Szenen überschlagen sich, ohne dem Publikum Raum für Emotionen oder Gedanken zu lassen. Damit wirkt das Ganze wie maßgeschneidert für eine Generation, die an dauerhafte Reizüberflutung gewöhnt ist. Der Film fordert keine Aufmerksamkeit – er verhindert sie eher.

Zu viel Tempo, zu wenig Substanz

Die Handlung springt von Schauplatz zu Schauplatz, ohne etwas wirklich auszubauen. Szenen enden abrupt, Nebenfiguren mit Potenzial bleiben blass, und Entwicklungen gehen in Windeseile vonstatten. Der Film scheint seinem Publikum nicht zu vertrauen und setzt stattdessen auf Dauerbespaßung. Unterm Strich bleibt trotz aller visuellen Energie vor allem Ernüchterung zurück.

Als buntes Spektakel für Kinder und eingefleischte Fans mag „Der Super Mario Galaxy Film“ durchaus funktionieren. Doch wer auf erzählerische Tiefe hofft, wird enttäuscht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Mario und seine Gefährten schlicht nicht für komplexe Geschichten gemacht sind. In solchen Momenten greift man am Ende doch lieber wieder selbst zum Controller.

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