Anke Engelke: Eine der Größten der deutschen Comedy
Anke Engelke, geboren am 21. Dezember 1965 in Montreal, Kanada, ist aus der deutschen Unterhaltungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Seit fast fünf Jahrzehnten begeistert sie als Schauspielerin, Sängerin, Comedian, Synchronsprecherin und Moderatorin. Ihre Vielseitigkeit und ihr unverwechselbarer Humor haben sie zu einer der beliebtesten Künstlerinnen des Landes gemacht. Besonders bekannt ist sie auch als deutsche Synchronstimme von Marge Simpson.
Werdegang und Karriere
Anke Engelke wuchs dreisprachig auf, da ihr Vater als Lufthansa-Manager arbeitete und ihre Mutter Fremdsprachenkorrespondentin war. Als Fünfjährige zog die Familie nach Deutschland, wo Engelke früh ihre Leidenschaft für das Singen entdeckte. Bereits als Kind stand sie mit Heino auf der ZDF-Bühne, und 1977 durfte sie sogar ein Duett mit Udo Jürgens singen – ein entscheidender Moment für ihre Karriere. Dieser Auftritt ebnete ihr den Weg zum Radio und später zum Fernsehen.
Der große Durchbruch gelang ihr 1996 mit der Comedy-Sendung „Die Wochenshow“ bei Sat.1. Dort war sie Teil des Teams um Ingolf Lück, Bastian Pastewka, Marco Rima und später Markus Maria Profitlich. Engelkes Parodien wurden schnell zum Publikumsliebling. 2002 folgte ihre eigene Sketch-Show „Ladykracher“, die sogar eine Emmy-Nominierung erhielt.
Neben ihren eigenen Rollen auf der Bühne und vor der Kamera ist Engelke auch als Synchronsprecherin aktiv: Sie spricht Dori in „Findet Nemo“ und seit 2007 Marge Simpson in „Die Simpsons“. Weitere TV-Auftritte hatte sie in Serien wie „Happy Burnout“ (2017), „Südstadt“ (2018) und der Netflix-Dramedy „Das letzte Wort“ (2020). Im Kino war sie unter anderem in „Mein Sohn“ (2021) und „Eingeschlossene Gesellschaft“ (2022) zu sehen.
Von 2021 bis 2023 war Engelke Stammkandidatin bei Bully Herbigs Comedy-Show „LOL: Last One Laughing“. In den ersten beiden Staffeln unterlag sie Torsten Sträter und Max Giermann, aber im dritten Jahr holte sie sich den Sieg. 2023 nahm sie am „LOL: XMAS-Special“ teil, wo sie gemeinsam mit Bastian Pastewka antrat und das Team gewann. Der Preis von 50.000 Euro ging an die Hilfsorganisation „Action medeor“.
Engelke und Pastewka sind auch abseits von LOL ein eingespieltes Team. In der Amazon-Prime-Serie „Perfekt verpasst“ spielten sie zwei Menschen, die füreinander bestimmt sind, sich aber immer wieder knapp verpassen. Eine Fortsetzung zeigt, wie ihre Figuren Maria und Ralf endlich ein Paar werden, aber der Alltag stellt ihre Beziehung auf die Probe. Im Jahr 2025 absolvierte Engelke ein halbjähriges Praktikum als Zugbegleiterin bei der Deutschen Bahn, woraus die Mockumentary „Boah, Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug“ entstand. Im November 2025 war sie im Kinofilm „Dann passiert das Leben“ an der Seite von Ulrich Tukur zu sehen. 2026 leiht sie im Animationsfilm „Glennkill“ gemeinsam mit Bastian Pastewka den Schafen Lily und Mopple ihre Stimme.
Privatleben
1994 heiratete Engelke den Keyboarder Andreas Grimm. 1996 kam ihre Tochter Emma zur Welt, doch die Ehe scheiterte; 2005 folgte die Scheidung. 2003 begann sie eine Beziehung mit dem Musiker Claus Fischer, den sie 2005 heiratete und von dem sie sich 2015 trennte. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne, die sie weitgehend aus der Öffentlichkeit heraushält. In ihrem Podcast „Quality Time“ mit Riccardo Simonetti sprach sie offen über ihre Ängste, nach der Geburt ihren Job zu verlieren – sie begann bereits zehn Tage nach der Geburt wieder zu arbeiten. Neben ihren Ehen hatte sie Beziehungen mit Niels Ruf und Benjamin von Stuckrad-Barre. Heute schützt sie ihr Privatleben bewusst, besonders zum Wohl ihrer Kinder.
Fernsehauftritte (Auswahl)
- 1985–2020: „Lindenstraße“
- 1996–2011: „Die Wochenshow“
- 1999–2001: „Anke“
- 2002–2013: „Ladykracher“
- 2003–2023: „Kommissarin Lucas“
- 2005–2020: „Pastewka“
- 2015–2017: „Im Knast“
- 2020–2023: „LOL: Last One Laughing“



