Traditionelles Bohnenmahl der Kant-Gesellschaft in Halle
Alljährlich versammeln sich um den Geburtstag des großen Aufklärers Immanuel Kant am 22. April Gäste in großer Runde, um ein besonderes Event zu zelebrieren: das Bohnenmahl. Seit vielen Jahren bietet die Nationale Akademie der Wissenschaften in Halle – die Leopoldina – den gebührenden Rahmen für das Festessen zu Ehren Kants, das im Laufe des Abends stets in einer Überraschung gipfelt.
Wer findet die Bohne im Dessert?
Das Ritual der Kant-Gesellschaft ist eine jahrhundertealte Tradition: In einem Dessert wird eine einzelne Bohne versteckt. Wer sie findet, wird zum Bohnenkönig gekrönt. In diesem Jahr ging die Ehre an den ehemaligen Direktor der Franckeschen Stiftungen, Thomas Müller-Bahlke. Er übernahm das „Amt“ von Wolfram Scharff, dem Honorarkonsul für Südafrika in Sachsen und Sachsen-Anhalt, der die Krone im Vorjahr trug.
Ein Abend voller Überraschungen
Das Bohnenmahl ist nicht nur ein kulinarisches Ereignis, sondern auch ein gesellschaftliches Highlight. Die Gäste genießen ein mehrgängiges Menü, das traditionell mit dem berühmten Dessert endet. Die Spannung steigt, bis der glückliche Finder der Bohne bekannt gegeben wird. Die Feierlichkeiten dauern oft bis in die späten Abendstunden und werden von Reden und Musik begleitet.
Kant und die Aufklärung
Immanuel Kant, der am 22. April 1724 in Königsberg geboren wurde, gilt als einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung. Die Kant-Gesellschaft pflegt sein Erbe und fördert den Austausch über seine Werke. Das Bohnenmahl ist eine liebgewonnene Tradition, die die Gemeinschaft stärkt und an die historischen Wurzeln erinnert.
In diesem Jahr war die Veranstaltung besonders gut besucht. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Politik und Kultur waren anwesend, um die Tradition zu würdigen und den neuen Bohnenkönig zu feiern. Die Atmosphäre war ausgelassen und voller Vorfreude auf das kommende Jahr, wenn erneut die Bohne im Dessert versteckt wird.



