Rettung eines historischen Kleinods: Die romanische Dorfkirche in Österitz
Im beschaulichen Trebitzer Ortsteil Österitz vollzieht sich derzeit ein bemerkenswertes Stück lebendiger Denkmalpflege. Die kleine romanische Dorfkirche, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, stand kurz vor dem unwiederbringlichen Verfall. Doch dank des unermüdlichen Einsatzes der Dorfgemeinschaft und der örtlichen Kirchengemeinde erlebt das historische Gotteshaus nun eine zweite Chance.
Ein Gemeinschaftswerk mit Herzblut
Was als aussichtsloses Unterfangen begann, hat sich zu einer wahren Herzensangelegenheit für die Menschen in Österitz entwickelt. Ohne das beispiellose Engagement der lokalen Bevölkerung wäre das architektonische Kleinod wohl dem endgültigen Niedergang geweiht gewesen. Bauleiterin Almuth Bretschneider koordiniert die Sanierungsarbeiten mit fachkundiger Hand, während Pfarrer Christoph Gramzow und Superintendentin Gabriele Metzner die geistliche und organisatorische Begleitung übernehmen.
Der entscheidende Impuls im Reformationsjahr
Den initialen Anstoß für das Rettungsprojekt gaben bereits 2017, im Jahr des großen Reformationsjubiläums, Eileen und Roy Schulze. Ihr visionärer Einsatz legte den Grundstein für das, was heute als vorbildliches Gemeinschaftsprojekt gilt. Die drei Verantwortlichen haben symbolisch „ihre“ Dachziegel signiert – ein Zeichen der Verbundenheit mit dem historischen Bauwerk.
Ambitionierte Ziele bis zum Pfingstfest
Bis zum kommenden Pfingstfest haben sich die engagierten Helfer ein ambitioniertes Arbeitspensum vorgenommen. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen nicht nur statische Sicherungen, sondern auch die behutsame Restaurierung romanischer Baudetails. Jeder Handgriff zählt bei diesem Projekt, das gleichermaßen von professioneller Expertise und ehrenamtlichem Idealismus getragen wird.
Die Rettung der Österitzer Dorfkirche steht exemplarisch für den Wert gemeinschaftlichen Engagements im ländlichen Raum. Wo institutionelle Mittel begrenzt sind, schaffen Bürgerinitiativen und lokale Netzwerke oft Erstaunliches. Das Projekt beweist, dass selbst Jahrhunderte alte Bausubstanz mit Entschlossenheit und Gemeinschaftssinn für kommende Generationen bewahrt werden kann.



