Helmut Bläss, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Theaterlandschaft, wäre an diesem 12. Mai 100 Jahre alt geworden. Der Intendant, Regisseur und Schauspieler leitete mehr als drei Jahrzehnte das Wittenberger Theater und prägte damit nachhaltig die kulturelle Identität der Region.
Ein Leben für die Bühne
Geboren am 12. Mai 1926, widmete Helmut Bläss sein gesamtes berufliches Leben dem Theater. Nach seiner Ausbildung und ersten Engagements übernahm er 1961 die Leitung des Wittenberger Theaters. In den folgenden 32 Jahren baute er das Haus zu einer bedeutenden Bühne in Sachsen-Anhalt aus. Mit seiner Amtszeit von über drei Jahrzehnten war er der dienstälteste Theaterintendant Deutschlands.
Erinnerungen von Weggefährten
Einstige Kollegen und Wegbegleiter planen, an den Verstorbenen zu erinnern. Sie beschreiben Bläss als einen Menschen mit einer außergewöhnlichen Leidenschaft für das Theater und einer tiefen Verbundenheit zu Wittenberg. „Er lebte für die Bühne und verstand es, Menschen zu begeistern“, sagt ein langjähriger Mitarbeiter. Bläss inszenierte zahlreiche Klassiker und förderte junge Talente.
Ein Erbe, das bleibt
Helmut Bläss verstarb bereits vor einigen Jahren, doch sein Erbe lebt weiter. Die Phönix-Theaterwelt Wittenberg, die er mit aufbaute, ist ein Zeugnis seines Schaffens. Auch heute noch erinnern sich ältere Theaterbesucher an seine Inszenierungen, die oft für volle Ränge sorgten. Sein 100. Geburtstag ist ein Anlass, auf ein bewegtes Leben und eine beeindruckende Karriere zurückzublicken.
Die Stadt Wittenberg und das Theater würdigen Bläss mit einer kleinen Gedenkveranstaltung. Interessierte sind eingeladen, sich an den Erinnerungen zu beteiligen und das Wirken dieses großen Theatermannes zu ehren.



