Berlin - Mit einer Millionensumme unterstützt der Bund die Sanierung mehrerer Kulturbauten in Deutschland. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) überreichte in Berlin Förderbescheide für Projekte in Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro. Er erklärte, man wolle „Deutschlands Kulturbauten von Nord bis Süd aus allen Jahrhunderten und allen Kulturepochen zum Leuchten bringen“.
Geförderte Projekte im Überblick
Zu den geförderten Vorhaben zählt die Sanierung des Glockenturms der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Auch das Museum für Hamburgische Geschichte und das Museum Cloppenburg in Niedersachsen erhalten finanzielle Mittel. In Mecklenburg-Vorpommern wird das Otto-Lilienthal-Museum unterstützt, das in die Nikolaikirche in Anklam umziehen und eine neue Ausstellung erhalten soll. In Leipzig profitieren das Haus der Festivals und die Schaubühne Lindenfels. Weitere Förderungen gehen an die Sanierung des Alten Kasinos im hessischen Melsungen und des OIKOS Katharinenspitals in Regensburg.
Bedeutung der Kulturbauten
Weimer betonte: „Kulturbauten sind nicht nur Steine, sondern sie sind Gehäuse. Sie sind Gehäuse unserer Herkunft, sie sind Gehäuse unserer Identität.“ Sie zeigten stets, was eine Gesellschaft wichtig nehme und ausmache. Die Mittel stammen aus dem Förderverfahren „KulturInvest“. Bislang seien im Rahmen des Programms mehr als 200 Maßnahmen mit knapp einer Milliarde Euro aus dem Kulturhaushalt bewilligt worden, hieß es in der Mitteilung.
Die Investitionen sollen dazu beitragen, die kulturelle Infrastruktur in Deutschland zu erhalten und zu modernisieren. Die Bandbreite der geförderten Objekte reicht von Kirchen über Museen bis hin zu Veranstaltungsorten und historischen Gebäuden. Damit wird ein breites Spektrum kulturellen Erbes abgedeckt, das für die Identität der Regionen und des Landes insgesamt von Bedeutung ist.



