Der Helbraer Fotografenmeister Falko Giller hat sein Fotoatelier nach 75 Jahren Familienunternehmen für immer geschlossen. Der Schritt zur Geschäftsaufgabe war wohlüberlegt, doch der Tag des Abschieds ließ den 65-Jährigen nicht ungerührt.
Eine Ära geht zu Ende
Bereits 1981 übernahm Giller als blutjunger Fotograf das Geschäft seines Vaters in Helbra. Seitdem fertigte er unzählige Passbilder, Hochzeitsfotos und Porträts an. Doch das war nicht alles: Im Laufe seines Berufslebens erlebte er viele besondere Momente. Sein persönlicher Höhepunkt war die Fotografie einer prominenten Persönlichkeit, die er jedoch nicht näher benennen möchte.
Gründe für die Schließung
Die Digitalisierung und der Rückgang der Nachfrage nach klassischen Fotografien machten dem Betrieb zu schaffen. Immer mehr Kunden nutzen Smartphones für ihre Aufnahmen. Giller erklärte: „Die Zeiten haben sich geändert. Früher war ein Fotograf unverzichtbar, heute ist es ein Luxus.“ Die Entscheidung fiel ihm nicht leicht, aber er sieht keine Zukunft mehr für das Geschäft.
Trotz der Schließung blickt Giller stolz auf sein Lebenswerk zurück. Er bedankte sich bei allen Kunden für die Treue über die Jahrzehnte. Das Atelier in der Hauptstraße von Helbra wird nun geräumt. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht.
Für die Region ist dies ein weiterer Verlust eines traditionellen Handwerksbetriebs. Die Gemeinde Helbra verliert damit ein Stück ihrer Geschichte. Giller hofft, dass die Erinnerungen an seine Arbeit in den Familienalben der Kunden weiterleben.



