In der Kirche Sankt Jacobi in Sangerhausen wurde eine neue Dauerausstellung mit dem Titel „Befreundete barocke Berühmtheiten“ eröffnet. Sie beleuchtet die engen Verbindungen zwischen dem berühmten Orgelbauer Zacharias Hildebrandt und dem Komponisten Johann Sebastian Bach. Oberbürgermeister Torsten Schweiger (CDU) zeigte sich begeistert von der Ausstellung, obwohl er sich normalerweise über Schmierfinken ärgert, die Hauswände verschmutzen. In der Kirche jedoch untersuchte er mit einem Leuchtstab neugierig die südliche Kirchenwand auf Spuren von Bach.
Hintergrund der Ausstellung
Die Ausstellung entstand auf Initiative der Kirchenmusikdirektorin Martina Pohl, die die historischen Beziehungen zwischen Hildebrandt und Bach erforschte. Hildebrandt, ein Schüler von Gottfried Silbermann, baute mehrere Orgeln, die Bach nachweislich gespielt hat. In Sangerhausen gibt es eine Orgel von Hildebrandt, die noch heute in der Jacobi-Kirche steht.
Besonderheiten der Schau
Die Dauerausstellung zeigt originale Zeichnungen, Dokumente und interaktive Elemente. Besucher können mit einem Leuchtstab wie der Oberbürgermeister die Wandzeichnungen entdecken, die Bachs Aufenthalte in der Region dokumentieren. „Es ist eine einzigartige Gelegenheit, die Musikgeschichte lebendig werden zu lassen“, betonte Pohl.
- Originaldokumente aus dem 18. Jahrhundert
- Interaktive Stationen zur Orgelführung
- Führungen für Schulklassen und Musikinteressierte
Die Ausstellung ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Weitere Informationen gibt es auf der Website der Kirchengemeinde.



