Berlinale von bundesweitem Kinostreik betroffen
Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Samstag Warnstreiks in Kinos der Konzerne CineStar und UCI in mehreren deutschen Städten angekündigt. Besonders betroffen ist die laufende Berlinale in Berlin, wo Kinobeschäftigte am Alexanderplatz ihre Arbeit niederlegen werden. Eine Streikkundgebung ist für 16 Uhr geplant.
Prekäre Arbeitsbedingungen im Fokus
Verdi-Verhandlungsführer Andreas Köhn betonte, dass glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen nicht zusammenpassen. Während sich Berlin im Glanz der Berlinale präsentiert, kämpfen viele Kinobeschäftigte weiterhin für existenzsichernde Löhne. Die zentrale Forderung der Gewerkschaft ist ein Einstiegslohn von mindestens 16 Euro pro Stunde für rund 2500 Kinobeschäftigte bundesweit – deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn.
Streikaktionen in mehreren Städten
Neben Berlin sind auch Leipzig, Frankfurt und Mainz von den Warnstreiks betroffen. In einer offenen Stellungnahme wenden sich die Streikenden an das Publikum: „Wir wissen, dass der Streik für Sie mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Doch wir streiken nicht leichtfertig. Wir sorgen mit großem Engagement für Ihr Kinoerlebnis – und dafür brauchen wir gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“
Der Warnstreik soll ein deutliches Zeichen setzen und die Aufmerksamkeit auf die oft schwierigen Arbeitsverhältnisse in der Kinobranche lenken. Die Berlinale, eines der bedeutendsten Filmfestivals weltweit, wird dadurch unmittelbar in den Arbeitskampf einbezogen.



