Kunstprojekt für Landesgartenschau 2027: Blütenblätter aus Alttextilien gehen in nächste Phase
In Wittenberge schreitet das Kunstprojekt „Blütenblätter für Wittenberge“ zügig voran. Nachdem Freiwillige in den vergangenen Monaten unzählige Blütenblätter aus Alttextilien genäht haben, beginnt nun die kreative Bemalungsphase. Diese einzigartige Bürgeraktion soll das Stadtbild zur Landesgartenschau 2027 mit farbenfrohen Girlanden verschönern.
Freiwillige Näherinnen legen Grundstein für Kunstwerk
Seit November letzten Jahres traf sich eine achtköpfige Nähgruppe jeden Montag im Wittenberger Mehrgenerationenhaus Bürgerzentrum, um aus gespendeten Alttextilien kunstvolle Blütenblätter zu nähen. Christine Mand, eine der engagierten Näherinnen, erklärt ihre Motivation: „Wenn ich in dieser Stadt lebe, möchte ich auch dazu beitragen, dass die Landesgartenschau positiv wird. Deshalb habe ich mich hier angemeldet.“ Die Stadt Wittenberge unterstützte diese Beteiligungskampagne aktiv, während das Bürgerzentrum nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch Nähmaschinen zur Verfügung stellte.
Von der Nadel zum Pinsel: Bürger können Blätter verzieren
Die Initiatoren des Projekts, Katja Martin und Jost Löber vom „mobilen Kunstraum“ aus Horst in der Gemeinde Groß Pankow, zeigten sich begeistert vom bisherigen Verlauf. „Es war nicht absehbar, dass es so gut läuft“, betonte Löber bei der Dankesbekundung an die Näherinnen. Nun sollen die genähten Blütenblätter in den kommenden Monaten bemalt werden. Dazu planen die Organisatoren mehrere öffentliche Aktionen:
- Frühlingserwachen am 25. April: Erste Bemalungsaktion für Besucher
- Wittenberger Festspielwoche im Juli: Kreativer Stand nach den Elblandfestspielen
- Stadt- und Hafenfest Mitte August: Großes Malangebot für alle Altersgruppen
An diesen Ständen können Bürger der Prignitz die Stoffblüten mit Farben individuell gestalten und sich so auf den Blättern verewigen.
Nachhaltigkeit und Gemeinschaft im Fokus
Das Projekt verbindet mehrere positive Aspekte: Durch die Verwendung von Alttextilien wird Nachhaltigkeit gefördert, während die gemeinsamen Treffen der Näherinnen das Gemeinschaftsgefühl stärken. „Es ist für einen guten Zweck, und es macht auch immer Spaß“, so Christine Mand, die die Treffen auch in Zukunft fortsetzen möchte. Die fertigen Kunstwerke werden schließlich als Girlanden im Stadtbild installiert und tragen so zur Verschönerung Wittenberges für die Landesgartenschau 2027 bei.



