Nach 20 Jahren: Frida Kahlos Werke kehren kurzzeitig nach Mexiko zurück
Frida Kahlos Werke nach 20 Jahren in Mexiko

Nach 20 Jahren: Frida Kahlos Werke kehren kurzzeitig nach Mexiko zurück

Kunstbegeisterte können in Mexiko-Stadt ein besonderes Ereignis erleben: Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten sind mehrere ikonische Werke der legendären mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo aus einer bedeutenden privaten Sammlung wieder in ihrer Heimat zu bewundern. Die Ausstellung im Museo de Arte Moderno markiert eine letzte Gelegenheit, diese Schätze vor ihrem dauerhaften Umzug nach Spanien zu erleben.

Eine einzigartige Sammlung auf Reisen

Die Ausstellung mit dem Titel „Moderne Erzählungen. Emblematische Werke aus der Sammlung Gelman Santander“ umfasst insgesamt 68 Kunstwerke, darunter zehn bedeutende Gemälde von Frida Kahlo. Zu den Höhepunkten zählen Meisterwerke wie „Selbstporträt mit Halskette“ und „Diego in meinen Gedanken“, die das Kulturministerium als zentrale Stücke der Schau hervorhebt.

Diese Werke wurden im 20. Jahrhundert vom Sammlerpaar Jacques und Natasha Gelman erworben und gehören zu den wertvollsten Kunstschätzen Mexikos. Im Jahr 2023 erwarb die wohlhabende mexikanische Unternehmerfamilie Zambrano die gesamte Sammlung, die nun ihren endgültigen Bestimmungsort vorbereitet.

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Letzte Station vor dem dauerhaften Umzug

Die Ausstellung in Mexiko-Stadt läuft bis zum 17. Mai und bietet Kunstfans eine letzte Chance, diese Werke in ihrem kulturellen Ursprungskontext zu erleben. Anschließend wird die gesamte Sammlung dauerhaft in einem neu errichteten Kulturzentrum in Santander im Norden Spaniens untergebracht, wo sie zukünftigen Generationen zugänglich gemacht wird.

Neben den Werken Frida Kahlos präsentiert die Ausstellung auch bedeutende Gemälde weiterer mexikanischer Kunstgrößen:

  • Diego Rivera (Ehemann von Frida Kahlo)
  • Rufino Tamayo
  • David Alfaro Siqueiros

Frida Kahlo: Eine Ikone der Kunstgeschichte

Frida Kahlo gilt nicht nur als die bislang teuerste Malerin der Geschichte, sondern auch als bedeutende Kultfigur und Vorreiterin des Feminismus. Ihr Gemälde „El sueño (La cama)“, das sie im Bett liegend zeigt, wurde vor drei Monaten in New York für beeindruckende 54,7 Millionen US-Dollar (etwa 48 Millionen Euro) versteigert und stellte damit einen Rekord für ein Werk einer Künstlerin auf.

Ihr bewegtes Leben prägte ihre Kunst nachhaltig: Als Sechsjährige erkrankte sie an Kinderlähmung, mit 18 Jahren erlitt sie einen schweren Verkehrsunfall, der zu über 30 Operationen und jahrelangem Tragen eines Stahlkorsetts führte. Die ständigen körperlichen Schmerzen verarbeitete Kahlo in ihren ausdrucksstarken Bildern, die bis heute weltweit bewundert werden.

Diese Ausstellung bietet daher nicht nur eine seltene Gelegenheit, ihre Werke zu sehen, sondern auch einen tiefen Einblick in das Leben und Schaffen einer der einflussreichsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

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