Hollywood trauert um Robert Duvall: Ein geborener Schauspieler verlässt die Bühne
Die Filmwelt ist in tiefer Trauer: Robert Duvall, einer der bedeutendsten Schauspieler Hollywoods, ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Der Oscar-Preisträger, bekannt für ikonische Rollen in Klassikern wie Der Pate und Apocalypse Now, starb friedlich in seinem Zuhause im US-Bundesstaat Virginia, wie US-Medien unter Berufung auf ein Statement seiner Frau berichteten.
Weggefährten würdigen eine Legende
Nach der Nachricht von Duvalls Tod haben zahlreiche ehemalige Kollegen und Stars ihre Bewunderung und ihren Respekt für den verstorbenen Schauspieler zum Ausdruck gebracht. Francis Ford Coppola, der Regisseur von Der Pate, schrieb auf Instagram: „Was für ein Schlag, vom Verlust Robert Duvalls zu erfahren. So ein großartiger Schauspieler.“ Duvall spielte nicht nur in Coppolas Mafia-Epos, sondern auch in dessen Vietnam-Kriegsdrama Apocalypse Now, wo er mit dem berühmten Satz „Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen“ Filmgeschichte schrieb.
Al Pacino, der mit Duvall in Der Pate vor der Kamera stand, teilte dem Branchenblatt The Hollywood Reporter mit: „Es war eine Ehre, mit Robert Duvall gearbeitet zu haben. Er war, wie man so sagt, ein geborener Schauspieler.“ Auch Robert De Niro, Duvalls Kollege in Der Pate – Teil II, äußerte sich bewegt: „Gott segne Bobby. Ich hoffe, ich werde auch 95. Möge er in Frieden ruhen.“
Ein Leben für die Schauspielkunst
Robert Duvalls Karriere umfasste mehr als sechs Jahrzehnte, in denen er in über 130 Film- und Fernsehproduktionen mitwirkte. Sein Schaffen war geprägt von einer beeindruckenden Vielseitigkeit:
- Oscar-Gewinn 1984: Duvall erhielt die begehrte Auszeichnung für seine Rolle als alkoholsüchtiger Country-Sänger Mac Sledge in Das Comeback der Liebe („Tender Mercies“).
- Western-Legende: Der Schauspieler sah sich selbst am liebsten in Western-Rollen, wie in Der Marshal (1969) an der Seite von John Wayne oder in der Serie Weg in die Wildnis („Lonesome Dove“).
- Späte Arbeiten: Noch im hohen Alter stand Duvall vor der Kamera, zuletzt in Der denkwürdige Fall des Mr Poe (2022) unter der Regie von Scott Cooper.
Regisseur Scott Cooper würdigte Duvalls Einfluss mit den Worten: „Ich wäre ohne ihn nicht der Filmemacher – oder der Mann –, der ich heute bin.“ Auch Schauspieler Michael Keaton erinnerte sich an gemeinsame Momente: „Wir verbrachten einen wunderbaren Nachmittag gemeinsam auf meiner Veranda und sprachen über Pferde.“
Eine Welle der Anteilnahme
Die Trauer über Duvalls Tod reicht weit über seine unmittelbaren Kollegen hinaus. Prominente wie Jamie Lee Curtis, Viola Davis, Adam Sandler und Schriftsteller Stephen King gedachten des verstorbenen Schauspielers. King teilte dabei den unvergesslichen Napalm-Satz aus Apocalypse Now, der Duvalls markante Präsenz unterstreicht.
Robert Duvall hinterlässt ein filmisches Erbe, das Generationen von Zuschauern geprägt hat. Seine Rollen in epochalen Werken der Filmgeschichte, seine Auszeichnungen wie der Golden Globe und sein unermüdlicher Einsatz für die Schauspielkunst bis ins hohe Alter machen ihn zu einer unsterblichen Legende des Kinos. Hollywood verneigt sich vor einem wahren Meister seines Fachs, dessen Vermächtnis weiterleben wird.



