25 Jahre Konzertkirche Neubrandenburg: Star-Organistin Iveta Apkalna als Botschafterin der Stadt
Konzertkirche-Jubiläum: Star-Organistin wird Stadt-Botschafterin

25 Jahre Konzertkirche Neubrandenburg: Eine Organistin schreibt Stadtgeschichte

Wenn über die Konzertkirche Neubrandenburg gesprochen wird, fällt unweigerlich ein Name: Iveta Apkalna. Die lettische Organistin hat sich über die Jahre zur musikalischen Botschafterin der Vier-Tore-Stadt entwickelt und prägt das kulturelle Leben der Region nachhaltig.

Ein herzlicher Empfang am Bahnhof

Für die international gefeierte Künstlerin beginnt jeder Besuch in Neubrandenburg mit einem angenehmen Ritual. „Ich weiß, dass dann immer ein netter Mann mit einem Lächeln auf dem Gesicht dort steht, um mich abzuholen: Manfred Tepper“, erzählt Apkalna. Der ehemalige Hüter der Konzertkirche begrüßt sie regelmäßig mit den Worten: „In Neubrandenburg scheint wieder die Sonne, weil Du angereist bist.“ Und in 80 Prozent der Fälle habe er damit recht, lacht die Musikerin.

Eine besondere Verbindung seit 2017

Die Geschichte begann 2016/17, als Unternehmer Günther Weber die Organistin fragte, ob sie die neue Orgel einstimmen und einweihen wolle. Das Instrument hatte er der Stadt geschenkt. Am 13. Juli 2017 spielte Iveta Apkalna das erste Konzert auf der Klais-Schuke-Orgel zu Webers 70. Geburtstag. Es folgten zwei ausverkaufte Konzerte mit der Neubrandenburger Philharmonie.

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Seitdem ist eine tiefe Verbindung entstanden, die weit über die musikalische Zusammenarbeit hinausgeht. „Ich fühle mich in Neubrandenburg immer wieder umarmt, ich kann mich hier einfach wohlfühlen“, beschreibt Apkalna ihre Beziehung zur Stadt.

Internationaler Star mit lokaler Verwurzelung

Obwohl Iveta Apkalna weltweit gefragt ist – ihr Konzertprogramm führt sie nach Ljubljana, Basel, Valencia, Stavanger, Heidelberg, Hamburg, Wien und Paris – bleibt Neubrandenburg ein fester Ankerpunkt. Pro Jahr spielt sie mindestens zwei Konzerte in der Konzertkirche, in diesem Jahr sind es sogar drei.

Das Veranstaltungszentrum Neubrandenburg (VZN) hat die Bedeutung der Künstlerin längst erkannt. Vor knapp einem Jahr wurde ihr zum dritten Mal der Titel „Artist in Residence“ verliehen. Der damalige Oberbürgermeister Silvio Witt betonte: „Mit ihrem wunderbaren Spiel und Ruf hat Iveta Apkalna eine Verbindung in unsere Vier-Tore-Stadt hergestellt, die sonst nicht möglich gewesen wäre.“

Musikalische Brückenbauerin

Iveta Apkalna hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Orgelmusik baltischer Komponisten in Neubrandenburg bekannt zu machen. Bei ihrem nächsten Konzert am 28. Februar stehen neben Werken von Robert Schumann und Franz Liszt auch Kompositionen von Pēteris Vasks aus Lettland und Arvo Pärt aus Estland auf dem Programm.

25 Jahre Konzertkirche: Eine Erfolgsgeschichte

Die Neubrandenburger Konzertkirche wurde am 13. Juli 2001 mit einem Festkonzert eröffnet. Zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 2026 erzählt die Serie „25 Jahre Konzertkirche: 25 Geschichten über das Haus und seine Menschen“ die besonderen Momente dieses kulturellen Wahrzeichens. Die Geschichte von Iveta Apkalna und ihrer besonderen Beziehung zur Stadt ist dabei ein herausragendes Kapitel.

Wenn am 28. Februar wieder der Regionalexpress aus Berlin um 11.29 Uhr in Neubrandenburg eintrifft, wird Manfred Tepper sicherlich auf dem Bahnsteig stehen. Und mit etwas Glück scheint dann tatsächlich die Sonne über der Vier-Tore-Stadt – so wie es sich für den Besuch einer musikalischen Botschafterin gehört.

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