Sicherheitsbedenken bei Leipziger Buchmesse: Romanvorstellung von AfD-Politiker Krah abgesagt
Ein Paukenschlag kurz vor der Leipziger Buchmesse! Die ursprünglich geplante Romanvorstellung des AfD-Politikers Maximilian Krah ist abgesagt worden. Der Castrum-Verlag hatte die Veranstaltung angemeldet, doch die Buchmesse strich sie nach sorgfältiger Prüfung aus Sicherheitsgründen.
Hintergründe der Absage
Eigentlich sollte Krah am 21. März seinen 2026 erschienenen Roman „Die Reise nach Europa“ vorstellen. Doch daraus wird nichts. Wegen der hohen Bekanntheit des Politikers – etwa durch diverse Schlagzeilen im Europawahlkampf 2024 – und seiner öffentlich sehr kontrovers diskutierten Positionen bestünden massive Sicherheitsbedenken, heißt es zur Begründung.
Die Messe betont, oberste Priorität habe der Schutz aller Besucher – insbesondere der vielen Schulklassen, Familien und jungen Menschen. Das Sicherheitskonzept sehe ausdrücklich vor, Veranstaltungen mit erheblichem Risikopotenzial nicht zuzulassen oder in einen anderen Rahmen zu überführen.
Reaktionen und Kontroverse
Krah sagte dem Nachrichtenportal „The Pioneer“, er nehme die Absage überrascht zur Kenntnis. Eine Buchmesse, die Angst davor habe, ein „unpolitisches“ Buch zu besprechen, brauche „kein Mensch“. Die angeführten Sicherheitsbedenken wies er zurück. Sein Verlag wolle erneut versuchen, den Veranstalter umzustimmen.
Besonders scharf formulierte er: „Eine Veranstaltung, wo alle einer Meinung sein müssen, um sich präsentieren zu dürfen, ist intellektuell tot.“
Die Leipziger Buchmesse sieht das anders. Die Messe will eine Plattform für Ideen und Geschichten sein. Hier sollen Literaturschaffende, Gesellschaft und Öffentlichkeit miteinander ins Gespräch kommen.
Inhalt des Romans
Krahs Roman „Die Reise nach Europa“ behandelt Themen wie Europas Geschichte, Erinnerung, Identität und Verantwortung. Die Absage der Vorstellung wirft Fragen nach der Balance zwischen Sicherheit und Meinungsfreiheit auf kulturellen Veranstaltungen auf.
Die Entscheidung der Buchmesse unterstreicht die aktuelle politische Sensibilität und die Herausforderungen bei der Organisation großer Publikumsveranstaltungen in polarisierten Zeiten.



